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Brokdorf will Firmen anlocken : Gewerbegrundstücke für 1 Euro

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Brokdorf verspricht sich von der ungewöhnlichen Werbemaßnahme endlich Interessenten für brach liegende Flächen.

Einen fast schon sensationellen Kaufpreis offeriert die Gemeinde Brokdorf Gewerbetreibenden, die sich im Brokdorfer Gewerbegebiet im Bereich der Eissporthalle ansiedeln möchten. Die Gemeindevertretung beschloss jetzt einstimmig, die Grundstücke für Gewerbebetriebe – egal welcher Flächengröße – zum symbolischen Preis von nur einem Euro anzubieten.

In dem Einen-Euro-Preis sind die Anschlussbeiträge für Schmutz- und Niederschlagswasser enthalten. Da es sich um ein Gewerbegebiet handelt, das als Mischgebiet ausgewiesen ist, können die Inhaber an gleicher Stelle für sich oder für einen Betriebsleiter auch ein Wohnhaus errichten. Für das Wohngrundstück sind dann allerdings 45 Euro pro Quadratmeter zu zahlen. Dieser Preis wird für das Fünffache der Wohnfläche fällig.

Nach dem Kauf der Gewerbefläche „Brandtsche Weide“ im Jahr 1998 hat sich die Gemeinde vergeblich bemüht, hier Gewerbebetriebe anzusiedeln. Der Kaufpreis lag bisher bei 17,90 Euro pro Quadratmeter. Lediglich die Gemeinde selbst errichtete hier die Eissporthalle. Seit der Erschließung in den Jahren 1998/’99 muss die Gemeinde jährlich die Kosten für die Grundsteuer, die Sielverbandsbeiträge, für die Unterhaltung der Schmutz- und Regenwasseranlage und der Straße sowie für die Grundstückspflege zahlen. Außerdem schlägt die Abschreibung der Straßen-, Schmutz- und Regenwasseranlage zu Buche.

Die Erschließungskosten belaufen sich pro Quadratmeter auf 5,40 Euro für den Schmutzwasseranschlussbeitrag, 5,60 Euro für den Niederschlagswasserbeitrag sowie 9,14 Euro als Teilerstattung der entstandenen Kosten.

Der Gemeindevertreter Armin Meyer (WGB) versprach sich als Vorsitzender des Finanzausschusses von dem niedrigen Verkaufspreis von nur einem Euro einen Werbeeffekt auf dem Immobilienmarkt und die Chance, mit einer Gewerbeansiedlung durch Grund- und Gewerbesteuer einerseits zu mehr Geld zu kommen und andererseits die jährlichen Kosten zu senken. Der Finanzausschuss hat deshalb die Preisfestsetzung auf nur einen Euro empfohlen.

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