Itzehoe : Getrübtes Gedenken an den toten Sohn

Erschüttert: Manfred und Monika Greifenberg an der Unfallstelle. In der Lücke standen die Engelsfiguren.
Foto:
1 von 3
Erschüttert: Manfred und Monika Greifenberg an der Unfallstelle. In der Lücke standen die Engelsfiguren.

Vor knapp zwei Jahren kam ein 20-Jähriger bei einem Unfall in der Adenauerallee ums Leben. Nun haben Unbekannte von den Eltern aufgestellte Engelsfiguren entwendet.

von
25. November 2014, 12:00 Uhr

Itzehoe | Es tut ihnen einfach nur weh. Am 7. Januar 2013 verloren Monika (55) und Manfred Greifenberg (66) ihren 20-jährigen Sohn Kevin bei einem Unfall in der Adenauerallee. Er krachte mit seinem Mercedes gegen das Gebäude an der Einfahrt zur Post und starb noch in seinem Wagen. Zur Erinnerung stellten die Eltern eine Vase mit seinen Namen auf, vor drei Monaten zudem einen kleinen Engel und zuletzt am Donnerstag einen größeren Engel. Seit Sonnabend sind die beiden Figuren weg.

„Das ist das Schlimmste überhaupt, was es gibt“, sagt die Mutter. „Eine Dreistigkeit“, empört sich ihr Mann. Es gebe ohnehin Probleme mit der Dekoration der Grabstelle – „und jetzt das noch“. Sie bekämen einen Nackenschlag nach dem anderen – „als wenn es nicht schlimm genug wäre, dass man seinen Sohn verloren hat“, sagt Monika Greifenberg. Natürlich könne sie solche Figuren erneut kaufen, aber sie wolle genau diese Engel wiederhaben. Der Dieb solle sie zurückbringen – „die haben jetzt auch eine Bedeutung für mich“.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen