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Flüchtlingshilfe : Gesucht: Warme Jacken und Stiefel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der DRK-Annahmestelle in Kremperheide wird fleißig sortiert. Helfer wie Kleidung werden noch gesucht.

von
erstellt am 31.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Ein großer Berg blauer Säcke, dahinter stapelweise Kartons, auf der Seite gegenüber akkurat nach Größen sortierte, noch nicht verpackte Kleidung. Nach wie vor sei die Spendenbereitschaft der Steinburger groß, sagt Gerda Drzonek begeistert. Große Mengen Bekleidung sind schon von der zentralen Annahmestelle des DRK-Kreisverbands Steinburg in Kremperheide zu den Notunterkünften für Flüchtlinge in Kellinghusen und Itzehoe gebracht worden. Seit dem 18. September werden in der ehemaligen Halle des Katastrophenschutzes in der Dorfstraße 27 von ehrenamtlichen Helfern die Bekleidungsspenden angenommen, sortiert und verpackt. In den ersten drei Wochen täglich, vormittags unter der Regie von Magdalena Möller, nachmittags von Maria Streck und mit tatkräftiger Unterstützung von Hausmeister Günter Hasch. Inzwischen ist die Annahmestelle noch zweimal die Woche geöffnet.

Alles sei sehr gut abgelaufen Dank des Engagements der beiden Frauen und der zahlreichen weiteren Helfer. So wie Hiltrud Rabe aus Oelixdorf, Mitglied im DRK-Ortsverein Itzehoe. Warum sie mitmacht, ist für sie keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit: „Immer wenn Hilfe gebraucht wird, bin ich da“, sagt sie lächelnd. „Auch die Pflegeschule des Klinikums hat beim Sortieren geholfen und auch Kartons voller Kleidung mitgebracht“, erzählt Maria Streck. Und selbst aus dem Hamburger Raum kam eine Spenderin – die gemeinsam mit ihrem Mann gleich vor Ort blieb und für den Rest des Tages mithalf. „Manche sind über mehrere Stunden dabei, andere unterstützten uns eine halbe oder eine Stunde lang. Darüber freuen wir uns sehr“, unterstreicht Gerda Drzonek das Lob für die vielen Ehrenamtler.

Mittlerweile hat sich die Situation etwas entspannt. Allerdings werden nach wie vor Helfer für die Kleiderannahme und -sortierung gebraucht. „In dieser und der vergangenen Woche waren leider nur wenige Helfer da.“ Aufgrund der Ferien konnten viele sicher nicht mitmachen – in der Schulzeit waren es zahlreiche Mütter schulpflichtiger Kinder, die sich insbesondere vormittags die Zeit für die Sortier-Aufgaben nahmen. Nun hoffen die Rot-Kreuzler in der ersten und zweiten Novemberwoche wieder auf mehr Unterstützung. „Wir sind für jede helfende Hand dankbar“, unterstreicht Gerda Drzonek. Wer helfen möchte, melde sich bei ihr unter 04821/679014 oder komme einfach zu den Öffnungszeiten der zentralen Annahmestelle in die große Halle. Am Dienstag, 3. und 10. November, sowie Mittwoch, 4. und 11. November, werden in Kremperheide jeweils von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr Bekleidungsspenden entgegen genommen.

„Mit den meisten Dingen sind wir schon gut eingedeckt“, sagt Gerda Drzonek, die beim DRK-Kreisverband zuständig für die Organisation ist. Gebraucht werden jetzt für die Flüchtlinge aber unbedingt warme Jacken und Stiefel, beziehungsweise Schuhe. „Für Männer und Frauen vor allem in kleinen Größen sowie für Kinder und Jugendliche.“ Hauptsächlich die Größen XS und S werden benötigt. Außerdem, so fügt Maria Streck hinzu, seien Koffer oder große Taschen gefragt. Der allgemeine Bedarf werde sicher wieder steigen, wenn die Erstaufnahme für Flüchtlinge in Glückstadt startet.

Nach dem 11. November wird dann die zentrale Annahmestelle des DRK vorerst nicht mehr die Halle in Kremperheide sein. „Hier wird es zu kalt und zu feucht“, sagt Gerda Drzonek. Damit wird natürlich die Annahme von Bekleidungsspenden nicht eingestellt, die weiteren Annahmestellen des Roten Kreuzes bleiben offen: beim DRK-Kreisverband in der Bahnhofstraße 11 in Itzehoe, montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr, und im DRK-Shop, Viktoriastraße 10 in Itzehoe, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr.

 

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