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Kommunalwahl 2018 : Gesucht: 45 Politiker für den Kreistag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Parteien im Kreis Steinburg stellen sich für Kommunalwahl auf. Auch AfD will 2018 in Steinburg antreten.

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erstellt am 18.Okt.2017 | 13:18 Uhr

Die Wahlplakate nach der Bundestagswahl sind aus Steinburgs Straßen kaum verschwunden, da rüsten Parteien und Wählervereinigungen bereits für den nächsten Wahlkampf. In knapp sieben Monaten, am 6. Mai 2018, werden die Gemeinde- und Kreisvertretungen neu gewählt. Besonderes Augenmerk legen die Politiker dabei auf den Kreistag, in dem 45 Plätze besetzt werden müssen. Neun Parteien und Wählervereinigungen haben dort zurzeit Sitze, die meisten werden auch 2018 wieder antreten. Auch die AfD will Bewerber ins Rennen schicken. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung.

Gesucht werden 23 Direktkandidaten und 22 weitere Politiker, die über die Liste in den Kreistag einziehen. Mit den Vorbereitungen am weitestens fortgeschritten ist die SPD. Die Sozialdemokraten haben fast alle Direktkandidaten bereits nominiert, diese müssen jedoch beim Parteitag am 4. November noch gewählt werden. „Wir können alle 23 Wahlkreise mit guten Leuten besetzen“, sagt der Kreisvorsitzende Lothar Schramm. Gleichzeitig soll an dem Tag die Liste beschlossen werden. Der Kreisvorstand werde dafür einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

Im Gegensatz dazu will die CDU erst Mitte Februar auf einem Parteitag über Direkt- und Listenkandidaten abstimmen, sagt der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Heiner Rickers. Bereits jetzt werde innerhalb der Fraktion und der Partei jedoch offen diskutiert. Und er habe gespürt, dass die Mitglieder wieder engagiert für die CDU Politik betreiben wollten. Es gibt mehr Bewerber für den Kreistag als Mandate“, freut er sich. Das sei gut für die Demokratie und die Partei, mache aber die Auswahl für den Vorstand und die Mitgliederversammlung schwieriger.

Bis zum 12. März können die Wahllisten beim Kreiswahlleiter eingereicht werden. „Wir werden es vermutlich auf den letzten Drücker machen“, sagt der stellvertretende FDP-Vorsitzende Tobias Rückerl. Obwohl klein, könnten die Liberalen jeden Wahlkreis besetzen, und für die neue Fraktion werde wieder versucht, eine gute Mischung zu finden.

Auch die Grünen haben ihre Mitgliederversammlung noch nicht terminiert, doch auch die Umweltpartei will wieder flächendeckend im Kreis antreten, wie Kreissprecherin Josefine Möller betont. Als nächstes stehe bei den Grünen eine Programm-Workshop Ende November an.

Mit Optimismus geht Kreis-Linken-Chef Ernst Molkenthin in den Wahlkampf. „Wir werden mit Sicherheit alle Wahlkreise besetzen.“ Er habe bereits „erstaunlich große Resonanz“ erfahren, hervorgerufen durch eine große Unzufriedenheit im Kreis und auch in Itzehoe. Die personellen Weichen würden noch in diesem Jahr gestellt, die Mitgliederversammlung mit Wahl solle dann Anfang 2018 stattfinden.

Auch Helmut Unger geht davon aus, dass die Freien Wähler wieder alle Wahlkreise besetzen können. Darüber hinaus wolle seine Initiative mindestens auch in Itzehoe, Krempe und Glückstadt antreten, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende und Kreistagsmitglied. „Noch in diesem Jahr soll eine Mitgliederversammlung die Kandidaten bestätigen.“

Noch nichts entschieden ist hingegen bei den Piraten. „Es werden Gespräche geführt, ob wir wieder antreten“, sagt Kreissprecher Siegfried Hansen. Eine Tendenz sei jedoch noch nicht abzusehen. Vor Mitte Dezember werde vermutlich keine Entscheidung fallen. Keine Aussage gab es von der Wählerinitiative in Steinburg (Wist), deren Sprecher aus Krankheitsgründen nicht zu erreichen war.

Neu auf dem Wahlzettel wird die Alternative für Deutschland stehen, die erstmals zur Kommunal- und Kreistagswahl antreten wird. „Wir sind dabei“, sagt der Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende Matthias Niemeyer. Landesweit fände Ende Oktober ein erstes Planungstreffen statt, an dem jeweils zwei Beauftragte aus den Kreisen teilnehmen würden. Danach würden Themen erarbeitet und Kandidaten gesucht. „Die Nachfragen aus der Mitgliedschaft sind da“, betont Niemeyer.

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