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Norddeutsche Rundschau

19. November 2017 | 11:46 Uhr

Gestank überall: Fehrs-Schule lahmgelegt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bauarbeiten im Keller sorgen für starke Geruchsbelästigung / Problem nach einem Tag gelöst

von
erstellt am 15.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Die Schülertoiletten im Untergeschoss der Fehrs-Schule werden saniert, ein Förderprogramm des Landes macht es möglich. „Wir freuen uns sehr“, sagt Schulleiterin Kerit Christensen-Schultz-Collet, denn die Grundschule hatte lange darauf warten müssen. Weniger Freude löste allerdings ein Vorfall bei den Bauarbeiten aus: „Wir haben eine extrem starke Geruchsbelästigung hier im Gebäude gehabt“, sagt Christensen. Die Folge: Am vergangenen Donnerstag war der normale Schulbetrieb lahmgelegt.

Die Sanitärräume im Keller werden komplett entkernt. Unter anderem werde ein neuer Estrich eingebaut, der gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgesperrt werden müsse, erläutert Angela Koch, Leiterin des Gebäudemanagements der Stadt. Am späten Mittwochnachmittag sei die Sperrschicht aufgebracht worden, verwendet wurde ein „handelsüblicher Bitumenvoranstrich“. Gedacht sei dieser eigentlich für den Außenbereich, bei sachgerechter Anwendung sei er aber auch für drinnen geeignet. Das Problem war allerdings: „Entgegen den Erfordernissen wurden die betroffenen Räume anschließend nicht gelüftet.“

Das sei im Schulkeller schwierig wegen der Gefahr von Einbrüchen, sagt Christensen. „Deswegen ist es bis zum Morgen nicht in dem Maße weggezogen, wie die Firma gehofft hatte – und es stank.“ Die bituminösen Gerüche seien über Nacht durch das gesamte Schulgebäude gezogen, erläutert Koch. Zuerst fiel dies dem Schulhausmeister auf, der die Rektorin informierte. Je nach Standort sei die Geruchsbelastung unterschiedlich stark gewesen, berichtet Christensen. Ein Grundschüler habe Kopfschmerzen bekommen und sei nach Hause geschickt worden. Schnell habe festgestanden: „Wir machen keinen klassischen Unterricht in Klassenzimmern. Wichtig war, kein Risiko einzugehen und die Kinder und die Kollegen in Sicherheit zu bringen.“ Denn wenn es derartig stark stinke, mache man sich schon Sorgen.

Die Lösung sah so aus: Vier Klassen waren ohnehin unterwegs zum laufenden Zirkusprojekt auf den Malzmüllerwiesen. Eine Klasse zog in das Mensa-Gebäude um. Die anderen neun „haben einen Frischluft- und Sporttag gehabt“, so die Schulleiterin. Die Ziele: der Schulgarten, die Sporthalle und der Spielplatz. Das Wetter sei zum Glück gut gewesen: „Da hätte man auch üblere Tage erwischen können. Bevor wir die Kinder in die Klassenräume lassen, wollten wir die Messergebnisse abwarten.“

Denn die Stadt zog einen Gutachter hinzu. „Er hat noch am selben Tag, im Zuge einer Ortsbegehung, festgestellt, dass keine Gefahr für Leib und Leben besteht“, sagt Koch. Eine Luftprobe wurde genommen, die Auswertung steht noch aus, ebenso ein abschließendes Gutachten. Parallel hätten das Gebäudemanagement und der Monteur der Firma Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Auch ein Lüfter kam dank der Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr Itzehoe zum Einsatz.

Alle Beteiligten hätten schnell und zielführend zusammengearbeitet, betont die Leiterin des Gebäudemanagements. „Die Stadt hat sich super gekümmert“, bestätigt Christensen. Alles sei sehr professionell abgelaufen. Am Freitag lief der Schulbetrieb wieder normal.

Damit war aber noch nicht alles vorbei: Auch über das Wochenende sei das Schulgebäude weiter natürlich und künstlich belüftet worden, sagt Koch. „Die Baustelle wurde hierbei durchgehend überwacht.“

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