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So war es früher : Geschichten über Orte der Erinnerung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Macher des Steinburger Jahrbuchs suchen noch Autoren für spannende Erzählungen aus dem Alltagsgeschehen.

Die erste Tanzstunde, der letzte Schultag, die Teilnahme an einer großen Brokdorf-Demo, ein Wochenende beim Motorradtreffen: All das sind Erinnerungsorte. Und über diese, möglichst noch in einem zeitgeschichtlichen Kontext, könnten Menschen viel erzählen. Im nächsten Steinburger Jahrbuch haben sie die Gelegenheit dazu. Orte, die sich für Menschen ins Gedächtnis eingegraben haben und die noch dazu in einem vielleicht interessanten und spannenden geschichtlichen Zusammenhang stehen, sind das Schwerpunktthema für die nächste Jahresschrift des Steinburger Heimatverbandes.

Die Herausgeber suchen nun noch Autoren, die ihre Geschichte erzählen wollen. „Bundesweit gesehen sind Erinnerungsorte Begebenheiten, die sich in das kollektive Gedächtnis eingegraben haben“, erläutert Christian Boldt und nennt Reichstag, Bundesliga und die Schlacht im Teutoburger Wald als Beispiele. Für Schleswig-Holstein sind die Düppeler Schanzen solch ein Erinnerungsort.

Auf die Steinburger Kreisebene heruntergebrochen, können scheinbar ganz banale Thema zu einem spannenden Geschichtsrundgang werden. Kirsten Puymann vom Kreis- und Stadtarchiv: „Zum Beispiel die Breite Straße in Itzehoe, und was sich dort in den Jahrzehnten alles verändert hat.“ Es könne auch einfach nur die Eisdiele sein, an die sich viele Erinnerungen knüpfen.

„Wenn ich an meine Jugend denke, was gab es da in den Dörfern alle paar Wochen für Zeltfeste“, nennt Puymann ein weiteres Beispiel. Heute seien solche Veranstaltungen fast ganz verschwunden. „Die Jugend feiert eben anders.“ Auch Landgasthöfe seien ein schönes Thema. Oder der längst verschwundene Bolzplatz.

An Themen mangelt es nach Einschätzung der Jahrbuch-Macher jedenfalls nicht. Bei Bedarf steht das Kreis- und Stadtarchiv auch gerne hilfreich zur Seite – zum Beispiel mit Sekundärliteratur oder mit Bildmaterial. „Erinnerungsorte ist ein Thema, das auch viel mit Heimat zu tun hat“, bringt Karl-Heinz Zander vom Heimatverband einen weiteren Aspekt ins Spiel. „Das hat immer auch mit Emotionen zu tun.“ Und welche ganz persönlichen Erinnerungsorte haben die drei Sprecher ? „Bei mir ist es ganz eindeutig die erste Begegnung mit Brokdorf“, antwortet Zander sofort. Kirsten Puymann fällt spontan die alte Schule im einst eigenständigen Itzehoer Stadtteil Sude ein. Und Christian Boldt nennt die Belagerung von Glückstadt 1813/14. „Das hat mich schon als Kind begeistert“, sagt er und meint damit die Kanonenkugeln aus jener Zeit, die eingemauert in einigen Glückstädter Häusern zu finden sind.

Für Nachfragen stehen die Jahrbuch-Herausgeber und der Heimatverband gerne zur Verfügung. Abgabeschluss für Beiträge ist der 15. August. Im Dezember erscheint dann das neue Jahrbuch.

Info: Kreis- und Stadtarchiv in Itzehoe, Tel.: 04821/603242, e-mail: kreis-undstadtarchiv@itzehoe.de

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erstellt am 16.Feb.2014 | 14:50 Uhr

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