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400 Jahre Glückstadt : Geschichte zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wie sollen die Feiern zum Stadtjubiläum im Jahr 2017 aussehen? Über 50 Glückstädter diskutieren und planen. Ein Vorschlag: Historische Schauspielgruppen sollen eingeladen werden.

Das Stadtjubiläum im Jahr 2017 ist noch weit entfernt, die Liste der Ideen aber bereits lang. Bei einem zweiten Gedankenaustausch kamen jetzt erneut über 50 Glückstädter im Rathaus zusammen, um die Palette der Vorschläge zu ergänzen und zu verfeinern.

Auf großen Anklang stießen Anregungen von Kai Pees aus Herzhorn und Pastor Thomas-Christian Schröder, historische Schauspielgruppen zum Jubiläum einzuladen, die „Geschichte zum Anfassen“ präsentieren. Kai Pees pflegt Kontakte zu einer Gruppe aus der norddänischen Stadt Frederikshavn, die insbesondere Szenen aus der Zeit Friedrichs IV. (1671-1730) in historischen Kostümen nachstellt.

Pastor Schröder würde gerne noch weitere 100 Jahre zurückreisen, in die Zeit des 30-jährigen Krieges, in der Glückstadt gegründet wurde. Er betonte: „Was uns bisher fehlt, ist ein Event, das mit der Stadtgründung zu tun hat.“ In Süddeutschland gebe es zahlreiche Gruppen, die sich mit dieser Epoche auseinandersetzen. Sie könnten Christian IV., Wiebeke Kruse oder Markquard Rantzau aufleben lassen oder die Belagerung Glückstadts 1627/28 nachstellen, so die Vorstellung Schröders. Solche Ensembles würden nicht nur viele Besucher anziehen, sondern auch äußersten Wert auf historische Authentizität legen, betonte Schröder. Dementsprechend sprach er sich gegen den Vorschlag eines Mittelaltermarkts aus: „Wir sind nicht im Mittelalter gegründet worden.“

Weitere Privatleute und Vereine brachten ihre Ideen zum Stadtjubiläum ein: Die gebürtige Dänin June Kohstall vom Verein Zwiebelfisch könne sich etwa vorstellen, Märchen in ihrer Muttersprache in der Stadtbibliothek vorzutragen. Der Männerchor Quartett Lied hoch möchte zusammen mit dem Polizeichor aus Kopenhagen und einer befreundeten texanischen Sängergemeinschaft auftreten. Und der Förderverein Musik in der Stadtkirche denkt über Kammerkonzerte im Wasmerpalais oder im Museum nach.

Der Moderator des Treffens, Dr. Hans-Georg Helm, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, gab sich angesichts der vielen Anregungen optimistisch: „Ich bin fest davon überzeugt: Wir schaffen das.“ Dieses zweite Treffen war vorerst die letzte große Runde zur Vorbereitung des Stadtjubiläums. In Zukunft soll in kleinen Arbeitsgruppen weiter diskutiert werden. Die Teilnehmer konnten selbst entscheiden, bei welchem der Schwerpunkte (Sport, Kultur, Tourismus, Allgemeines) sie mitarbeiten möchten.

Um die Planungen zu koordinieren und zu bündeln, will die Stadt in Kürze die Stelle eines Kümmerers ausschreiben. Sie soll bis zum Jahr 2017 befristet und allein auf die Ausrichtung des Stadtjubiläums konzentriert sein.

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erstellt am 18.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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