Geschichte zum Anfassen

Acht Glückstädter Sehenswürdigkeiten präsentieren sich beim Tag des offenen Denkmals / Auch die Rathäuser in Wilster geöffnet

shz.de von
04. September 2018, 15:04 Uhr

Als die Wände abgerissen waren, kamen wahre Schätze zum Vorschein. „So etwas entdecken wir nicht alle Tage“, sagte Denkmalschützerin Beate von Malottky 2011, als das „Alte Gießhaus“ von 1641 saniert wurde. In der ehemaligen Druckerei Rautenberg wurden eine Kirche, alte Gefängniszellen und Wandmalerei entdeckt. All diese Schätze sind am Tag des offenen Denkmals zu sehen. Am Sonntag, 9. September, ist das Haus von 13  bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Veranstaltungsschwerpunkt im Kreis Steinburg ist Glückstadt, aber auch in Itzehoe, Wilster und Oelixdorf werden geschichtsträchtige Häuser und Bauwerke der Öffentlichkeit präsentiert.

In Oelixdorf zeigt der Förderverein Alte Kate von 11 bis 16 Uhr die Fortschritte der Rekonstruktion. Reetdach und Außenwände des 1671 errichteten Gebäudes sind bereits fertig, jetzt geht mit dem Ausbau im Inneren weiter. „Für Teeküche und Sanitäranlagen sind die Bauanträge gestellt“, sagt der Vorsitzende Walter Broocks. Finanziert werden die Arbeiten durch Fördergelder und Spenden. Sonntag bieten Vereinsmitglieder Klönschnack, Besichtigungen und Führungen, dazu gibt es Suppe. „Wir hoffen auf viele fachliche Gespräche im Sinne des Denkmalschutzes.“

In Glückstadt laden Birte Koob und Joachim Lodemann in die „Alte Apotheke“ in die Deichstraße 8 ein. Das Gebäude wurde fast zwei Jahre lang komplett entkernt und saniert. Die Eigentümer zogen 2017 ein. Führungen durch das nun privat genutzte Wohnhaus gibt es um 11, 13 und 15 Uhr. Weitere Stationen sind der alte Zollkreuzer Rigmor, das Detlefsen-Museum, das Stellwerkmuseum, das Museumsgleis 305, die Stadtkirche und Glückstadt als Stadtdenkmal in Form einer Führung. Wer die Geschichte der Elbestadt hören möchte, sollte sich um 14 Uhr an der Stadtkirche einfinden. Von dort geht es in die Stadt, die von König Christian IV gegründet wurde. Wer mehr über die Kirche erfahren will, kann diese zwischen 14 und 16 Uhr besuchen. Das Gotteshaus wird im kommenden Jahr 400 Jahre alt.

Die Rigmor ist das älteste fahrtüchtige hölzerne Segelschiff Deutschlands. Zu besichtigen ist es von 10 bis 17 Uhr im Außenhafen. Hinter dem „Museumsgleis 305“ verbirgt sich der ehemalige Güterbahnhof mit historischen Güterwaggons von 1900 und der Diesel-Lok V20 036. Zu sehen von 14 bis 17 Uhr. In diesem Zeitraum hat auch das Stellwerk-Museum geöffnet. Auch das Detlefsen-Museum, das 1631/32 für den Gouverneur der Festung Glückstadt, Reichsgraf Christian von Pentz, erbaut wurde, stellt sich als Denkmal vor. Geöffnet ist das Haus am Fleth mit seinen zahlreichen Ausstellungen von 14 bis 17 Uhr.

In Wilster sind das Alte und Neue Rathaus jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen gibt es stündlich. In Itzehoe kann zwischen 11 bis 14 Uhr das Germanengrab besichtigt werden, Führungen sind stündlich vorgesehen. Von 10 bis 16 Uhr sind die Itzehoer Laurentii-Kirche und das Kloster geöffnet, Führungen nach Bedarf. Um 10 Uhr und 15 Uhr gibt es darüber hinaus Führungen durch den historischen Stadtkern im Krempe mit Gerd Kilbienski, Treffpunkt Marktplatz.


>Das bundesweite Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen