Ehrenamt : Geschenke für Flüchtlinge

Neues Angebot für Flüchtlinge (v. l.): Monika Horst, Andreas Koeppen, Martin Meers sowie Holger Pump und Andrea Hülsen vom Amt für Bürgerdienste.
Neues Angebot für Flüchtlinge (v. l.): Monika Horst, Andreas Koeppen, Martin Meers sowie Holger Pump und Andrea Hülsen vom Amt für Bürgerdienste.

Die Awo Bildung und Arbeit gibt Gutscheine über jeweils 15 Euro aus

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26. Mai 2015, 12:07 Uhr

Wenn sie kommen, brauchen sie alles. Daher ist das Sozialkaufhaus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine wichtige Anlaufstelle für Flüchtlinge. Künftig werden sie dort auch beschenkt: Die Awo Bildung und Arbeit gibt Gutscheine über jeweils 15 Euro aus.

Nach einer Willkommensbroschüre in mehreren Sprachen sei dies eine Weiterentwicklung, sagt Awo-Geschäftsführer Martin Meers. So soll eine größere Menge der gespendeten Textilien für die Hilfe vor Ort Verwendung finden. Auf diese und Spielzeug sind die Gutscheine beschränkt – „die Bereiche, wo wir genug haben“. Gebraucht würden dagegen immer Möbel, Elektrogeräte und Fahrräder.

Die Gutscheine sind nummeriert und werden über die Behörden ausgegeben. In Itzehoe geschehe das donnerstags, wenn neue Flüchtlinge ankommen, sagt Andrea Hülsen aus der Abteilung Soziales im Rathaus. „Ein weiteres tolles Angebot“, lobt Bürgermeister Andreas Koeppen. „Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Awo läuft einmalig gut.“

Die Summe von 15 Euro pro Person ist mit Bedacht gewählt, wie Awo-Projektleiterin Monika Horst erläutert: „Dafür kriegt man bei den Textilien einen ganzen Einkaufswagen voll.“ Einzige Bedingung: Die Geschenk-Gutscheine müssen komplett eingelöst werden, eine Stückelung sei wegen des Verwaltungsaufwands nicht machbar.

Möglich sei das Angebot nur wegen der vielen Spenden, die weiter gebraucht würden, sagt Meers. Die Arbeit im Sozialkaufhaus erledigen Empfänger von Arbeitslosengeld II – und diese, obwohl selbst hilfebedürftig, gingen dazu über, ihre Gutscheine an Flüchtlinge weiterzugeben. 1000 Stück wurden für die Region gefertigt. Aber, so der Geschäftsführer: „Wenn sie nicht ausreichen, werden wir nachdrucken.“

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