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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 13:55 Uhr

Geschenk mit Tücken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Polizei mahnt: Hoverboards sind nichts für den öffentlichen Verkehrsraum

Draufstellen, Balance finden, losrollen – Hoverboards oder auch Mini-Segways werden beliebt. „Zugegeben, ein tolles Geschenk“, sagt Merle Neufeld. Doch als Polizeisprecherin muss sie auch mahnen: „Betrieben werden darf das Hoverboard ausschließlich auf privatem Gelände – nicht auf der Straße, dem Gehweg oder dem Radweg!“

Der öffentliche Verkehrsraum sei für die Gefährte tabu, unterstreicht Neufeld. Denn laut Hersteller erreichen sie eine Geschwindigkeit von 15 bis 20 Kilometern pro Stunde. „Sie fallen damit unter die Kraftfahrzeuge und sind folglich unter anderem zulassungspflichtig, führerscheinpflichtig und versicherungspflichtig.“ Der entsprechende Hinweis auf den Verpackungen werde im Eifer des Gefechts oder im Freudentaumel übersehen. „Wer sich dennoch vom Hofe wagt, muss mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz oder dem Fahren ohne Fahrerlaubnis rechnen“, so die Polizeisprecherin.

Gleichzeitig betont sie, dass sie die Freude über das Geschenk nicht schmälern wolle, und geht davon aus, dass die Boards auch in Itzehoe reichlich verkauft werden. Bei Behrens & Haltermann zumindest ist das nicht der Fall. Seit Juli seien etwa 15 Geräte gekauft worden, sagt Marco List, Leiter der Sportabteilung. Die Kunden würden auf die Einschränkungen hingewiesen, „dann schrecken einige davor zurück“. Aber die Entwicklung geht weiter. Jetzt gebe es ein Gestell, mit denen aus den Boards ein Go-Kart werde: „Das wird bestimmt der Renner für die Kids.“ Am rechtlichen Rahmen ändert sich allerdings nichts – „leider“.

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erstellt am 22.Dez.2016 | 05:00 Uhr

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