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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 17:35 Uhr

THEATER : Geschauspielertes Hirngespinst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schon bei den Proben lustig: Theater AG St. Cyriacus inszeniert „Und das am Hochzeitsmorgen“ als Alternativprogramm zur Fußball-WM.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Das ist schon mit dem Aufstehen dumm gelaufen. Anders als der Rest der Familie ist Brautvater Timothy Westerby (gespielt von André Lorenz) mit dem freudigen Ereignis, mit Tag und Job etwas überfordert. Als er sich am Morgen der Hochzeit seiner Tochter Judy Westerby (Annalena Hensel) mit Nicholas Babcock aus Australien den Kopf an der Tür stößt, hat er plötzlich Halluzinationen, bildet sich ein, das Charleston-Girl Polly Perkins (Anna Girard), das er eigentlich als lebensgroße Pappfigur mitgebracht hat, stünde leibhaftig vor ihm und tut, was so ein Charleston-Girl halt so tut: reden, singen und tanzen nach alter Musik.

Die Proben der Theater AG St. Cyriacus erfordern in diesem Jahr eine neue Fähigkeit der Schauspieler. Für ihre Komödie in zwei Akten „Und das am Hochzeitsmorgen“ von Ray Cooney und John Chapman müssen die Darsteller so tun, als wäre Anna Girard gar nicht da, da ja nur der angehende Schwiegervater sie sieht. „Wir müssen halt durch sie hindurch sehen“, sagt Torsten Brandenburg. „Da muss man bei den Proben schon mal drüber lachen.“

Während der Bräutigam in der Kirche wartet, führen die Halluzinationen im Hochzeitshaus zu dramatischen Verwicklungen, da der Brautvater nicht fertig wird, wo er doch eigentlich in die Kirche müsste. Er verliebt sich flugs in seine eingebildete Freundin und erzählt den anderen davon. Sowohl mit seiner Frau Jane Westerby (Nadine Debus) als auch den Schwiegereltern Gerald und Daphne Drimmond (Thorsten Brandenburg und Andrea Grell) und seinem Partner Bill Shorter (Jan-Ole Mahrt) legt er sich an, als diese versuchen herauszubekommen, ob er verrückt geworden ist oder einen Scherz mit ihnen treibt. Was passiert, als er sich zum zweiten Mal den Kopf haut und auch noch Schwiegervater Charles Babcock (Henning Schlüter, I) bei ihnen auftaucht, das können die Besucher in insgesamt fünf Vorstellungen im Bürgerhaus erleben.

Seit September mit den Proben beschäftigt, folgt nun die heiße Phase „Es ist nicht die typische Verwechslungsgeschichte, sondern lebt durch die Situationskomik“, so Henning Schlüter.
Das Bühnenbild wird wieder von der Bibeku („Gesellschaft für Bildung, Beruf und Kultur“) gefertigt, souffliert wird abwechselnd von Birte Jessen, Antje Schlüter-Homberg und Dr. Maren Wack. Und: „Wir werden in den Sommerferien auch wieder eine Open Air-Vorstellung geben“, so Henning Schlüter. „Den genauen Zeitpunkt geben wir noch bekannt.“ Die Vorstellung sei eine Alternative zur Fußball-WM. „Aber sie würde nicht bei Deutschland-Spielen statt finden“, beruhigte er.

>Termine: Premiere: Freitag, 13. Juni, 19.30 Uhr. Vorstellungen jeweils im Bürgerhaus um 19.30 Uhr am Sonnabend, 14. Juni und am Freitag und Sonnabend, 11., 12. Juli; Open-Air-Vorstellung, Termin unbekannt; Eintritt: 7 und 5 Euro (ermäßigt für Schüler, Rentner, Hartz-IV-Empfänger); VVK: Bücherei Kellinghusen, Elektro Krause, Eine-Welt-Café.




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