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Blitzumfrage: : Geschäftswelt trotzt dem Winter-Blues

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viele Glückstädter Ladeninhaber sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Es ging schleppend los, aber seit eineinhalb Wochen „brummt“ es.

Die Weihnachtszeit – Einkaufsrausch oder große Depression? Einzelhändler in Glückstadt zeigten sich in einer nicht repräsentativen Umfrage zumindest nicht unzufrieden mit dem bisherigen Geschäft.

Ganz auf die Weihnachtszeit eingestellt hat man sich im „GBS Bürofachmarkt“ am Fleth. Dort gibt es alles, was das Herz zum Fest begehrt: vom klassischen Bürobedarf bis zur Weihnachtsmannfigur, von Schneemännern in Weihnachtsbaumkugeln über beleuchtete Sterne bis hin zu Weihnachtsstiefeln und -strümpfen. Dies wurde von Verkäuferin Sandra Hinz-Torlopp anspruchsvoll dekoriert und drapiert. „Es fing spät an und ging schleppend los, aber seit eineinhalb Wochen brummt es“, sagt unterdessen Inhaberin Tanja Eis.

Das könnte auch an ihrem Plakat „Weihnachtszimmer“ liegen, das sie groß über dem Eingang aufgehängt hat und mit dem sie gute Resonanz erzielte, vor allem von Auswärtigen. „Wir wollen eine gemütliche Atmosphäre schaffen.“ Schon am „langen Sonnabend“ lief es mit Live-Musik „ganz toll“, wie sie erzählt. Und das „Weihnachtszimmer“ wird es noch einmal geben – als Gag zu den Matjeswochen im August.

Dem Winter-Blues entfliehen und sich noch einmal kurzfristig in die Sonne absetzen? „Schwierig“, sagt Corinna Gross im Reisebüro von „alltours“ Am Fleth. „Wie haben zwar laufend Sonderangebote, aber was früher Last Minute war, sind heute Frühbucherrabatte. Deshalb heißt es: sich früh zu entscheiden.“ So ist in der Weihnachtszeit spontan eher selten. „Was die Leute geplant haben, haben sie schon lange gebucht.“ Und über die Feiertage ist inzwischen fast alles ausgebucht. „Es gibt nur noch vereinzelte Angebote. Nur wer flexibel ist, findet noch etwas.“ Ihren Urlaub verbringen die Glückstädter nach Corinna Gross’ Einschätzung überwiegend zu Hause, und wenn sie weg fahren, dann eher innerhalb Deutschlands. „Einige fahren mal drei Tage vor Weihnachten an die Ostsee, nach Mecklenburg-Vorpommern und auf die Inseln.“ Erst später im Winter, wenn Schnee liegt, geht es in den Harz oder den Bayrischen Wald zum Skiurlaub. „Nur einige Rentner machen über Winter Langzeiturlaub, verbringen viele Wochen auf den Kanaren. Das ist nicht so lange im Flieger.“ Vereinzelt gibt es noch Nachfrage nach klassischen Zielen, wie zum Beispiel dem Christmas Shopping in New York. Aber das Reisebüro verkauft nicht nur Reisen, sondern auch viele Gutscheine oder Eintrittskarten für Musicals in Hamburg oder Bremen sowie Tickets fürs Stadttheater in Elmshorn, Itzehoe oder Brunsbüttel. „Oft liegt der kleine Urlaub direkt vor der Haustür.“

Nicht beklagen kann sich Kerstin Lange, erst seit einem halben Jahr Inhaberin von „Blumen Lange“ in der Großen Kremper Straße und seit 30 Jahren Floristin. „Mein erstes Weihnachten hier läuft bis jetzt erfreulich gut“, sagt sie. Am besten gehen in diesem Jahr „Amaryllis“ – geschnitten, einzeln oder als Strauß eine langhalsige, stabile Blume mit einem farbkräftigen Kelch. „Das sind meist Moden, die eine zeitlang gehen. Es waren einmal Weihnachtssterne, die jetzt aber eher seltener gefragt werden.“ Außerdem werden viele Adventsgestecke, trockene Sträuße mit und ohne Lichterketten und Seidenblumen mit Weihnachts- und Adventsdeko gekauft. „Es ist manchmal etwas hektisch, aber herumsitzen ist ja auch langweilig“, sagt sie.

Nicht nur das Bunte, auch das Süße steht in der Weihnachtszeit besonders hoch im Kurs, und so ist bei „arko“ am Markt ein ständiges Kommen und Gehen. Kein Wunder, gibt es da doch Schokolade in allen Variationen, bis hin zu Hand geschöpft. Verkäuferin Heidi Schwabe und ihre Kolleginnen haben alle Hände voll zu tun. „Trüffelsterne und Pralinen gehen in diesem Jahr besonders gut“, sagt sie. Auch „Hohlfiguren“, also Weihnachtsmänner, sind klassisch nachgefragt. Spezialität des Geschäftes: individuelle Präsentkörbe und Sonderanfertigungen wie „Süße Köstlichkeiten aus Glückstadt“ mit abgebildeten Postkartenmotiven verleihen dem Geschenk eine besondere Note mit Lokalkolorit. Auch ausgefallene Teesorten wie Tiramisu-Mascarpone oder Kräuter-Yoga gibt es. „Kaffee muss aber magenfreundlich sein und ohne Bitterstoffe.“ Außerdem ein Hingucker: Pralinen in der Verpackung einer Buchform. Verabschiedet werden die Kunden mit dem besonderen Service des Geschäftes für die Kunden: „Wir fertigen alle Geschenkverpackungen selber an – mit handgebundener Schleife.“

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