Glückstadt : Geschäftsmann ärgert sich über Tickets

Lutz Beier muss die Computer-Zubehörteile schon jetzt weiter tragen, weil es die Ladezone vor seinem Geschäft nicht mehr gibt.
Lutz Beier muss die Computer-Zubehörteile schon jetzt weiter tragen, weil es die Ladezone vor seinem Geschäft nicht mehr gibt.

Bürgermeisterin rät Lutz Beier den Weg über die Politik zu gehen

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12. Juli 2018, 00:50 Uhr

Wenn Lutz Beier einen Computer plus Zubehör in sein Geschäft tragen will, dann parkt er dazu gerne in der Nähe. Der 39-Jährige hat sein Computerfachgeschäft in der Großen Deichstraße. Und da er öfter in dieser Straße parken muss, hat er sich schon diverse Tickets eingehandelt. Denn direkt vor der Tür darf er nur eine Stunde parken, ein Stück weiter zwei Stunden.

Da er nicht in der Innenstadt wohnt, sondern in Krempe, hat Lutz Beier auch keinen Anspruch auf einen Einwohnerparkausweis. „Ich habe versucht, einen zu beantragen.“ Er wurde abgelehnt. „Man muss schon Mut haben, um in Glückstadt ein Geschäft zu eröffnen“, sagt der Kremper dazu, dass in den meisten Straßen der Innenstadt nur ein zweistündiges Parken erlaubt ist. Für Lutz Beier ist es kein Zustand, dass er Ware anliefert und dann weit fahren muss, um sein Auto abstellen zu können. Weil er im Geschäft sein muss, hat er bereits „unzählige Tickets“ bekommen.


Bürgermeisterin macht Vorschlag

Bürgermeisterin Manja Biel hat keine Lösung parat, aber einen Vorschlag. Denn auch sie ist an die Auswirkungen des Parkraummanagements gebunden, welches die Politik beschlossen hat. Sie schlägt vor: „Die betroffenen Gewerbetreibenden sollten sich zusammenschließen und eine Unterschriftenaktion starten.“ Und dann sollten sie bei der Politik vorstellig werden.

Sie selbst würde es befürworten, dass Gewerbetreibende einen Stellplatz bekommen, der auch von Mitarbeitern genutzt werden könnte. „Eine Nutzungseinheit – ein Stellplatz.“

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