Suchen zum Stichwort Itzehoe : Geschäfte, Wohnungen, Gelbe Säcke

Generiert werden die Google-Vervollständigungen durch einen Algorithmus, den das Unternehmen geheim hält.
Generiert werden die Google-Vervollständigungen durch einen Algorithmus, den das Unternehmen geheim hält.

Was die Internetnutzer 2017 in Zusammenhang mit Itzehoe interessiert hat – und wonach offline gefragt wurde.

shz.de von
18. Januar 2018, 05:00 Uhr

Kino, Eagles, Krankenhaus. Das sind die ersten drei Worte, die die Internet-Suchmaschine Google in der Regel vorschlägt, wenn man das Wort „Itzehoe“ in das Suchfenster tippt. Generiert werden diese Vervollständigungen durch einen Algorithmus, der auch berücksichtige, wie oft Nutzer in der Vergangenheit eine bestimmte Kombination gesucht haben, heißt es vom Unternehmen. Viel mehr ist dazu aber nicht bekannt. Nur, dass all dies „ohne menschliche Beteiligung“ und mit „objektiven Faktoren“ geschehe. Der Rest ist Geschäftsgeheimnis.

Etwas konkreter lässt sich über Google Trends herausfinden, was die Internetnutzer mithilfe der Suchmaschine finden wollen. 2017 waren die Top-Aufsteiger, also die Suchanfragen, die viel häufiger eingetippt worden sind als im Jahr zuvor, WM-Auslosung, Bundestagswahl und Wahlomat. Für größere Städte wie Hamburg lassen sich diese Daten auch noch lokal aufschlüsseln – nicht aber für kleinere Orte wie Itzehoe.

Deswegen haben wir bei Google nachgefragt, was die Internetnutzer 2017 in Zusammenhang mit der Kreisstadt außergewöhnlich häufig interessiert hat. In erster Linie waren das die Suchen „Kaufland Itzehoe“, „Action Itzehoe“ sowie „Wohnungen Itzehoe“. Im April hatte die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland an der Rudolf-Diesel-Straße einen neuen Markt eröffnet, im Oktober berichteten wir, dass auch die niederländische Handelskette Action eine Filiale am Hanseatenplatz plante, die dann etwa einen Monat später eröffnet wurde. Auch die Wohnungsnot in der Stadt ist immer wieder Thema. Vor allem Sozialwohnungen sowie Unterkünfte für Geringverdiener sind in Itzehoe Mangelware.

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Doch es gibt auch noch diejenigen, die sich persönlich über die Stadt informieren – beispielsweise im Rathaus oder bei der Touristinfo. Im vergangenen Jahr war die meistgestellte Frage am Empfang der Verwaltung: „Wo bekomme ich Gelbe Säcke?“ Mehrfach haben wir in den vergangenen Monaten über die Schwierigkeiten berichtet, im Kreisgebiet an die begehrten Müllbeutel zu gelangen. Aber auch dort geht es häufig um das Thema Wohnen. Wie Stadtsprecher Frank-Dieter Simon mitteilt, wird neben Informationen zur Rentenberatung häufig auch nach einem Mietspiegel und Wohngeld gefragt. Es folgen Fragen nach Ausweisen, Wegbeschreibungen, Fundbüro und Standesamt.

In der Touristinfo fragen Einheimische insbesondere nach dem Itzehoer Gutschein, Ausflugszielen, Veranstaltungen und dem Handel. Touristen interessieren sich dagegen vor allem für Stadtpläne, Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Stör, sagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula.

Ein weiteres Instrument, um herauszufinden, was der Itzehoe-interessierte Internetnutzer wissen möchte, ist www.answerthepublic.com. Diese Website orientiert sich neben den Google-Ergebnissen auch an denen der Microsoft-Suchmaschine Bing und formuliert Fragen, die beispielsweise mit wo, wie, was oder wann beginnen. Neben Fragen wie „Was tun in Itzehoe?“ oder „Was ist in Itzehoe passiert?“ tauchen auch etwas konkretere Fragen auf – nach Buslinien, Öffnungszeiten, Restaurants oder Geschäften. Sowie eine Frage, die wohl eher von Außwärtigen gestellt wird – und viele Einheimische wahrscheinlich auch nicht erst einmal beantwortet haben: „Wie spricht man Itzehoe aus?“

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