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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 09:32 Uhr

Neubau : Gerätehaus für Wellenkamp

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Ratsversammlung stimmt mehrheitlich dem Neubau eines Gerätehauses in Wellenkamp zu.

von
erstellt am 28.Sep.2014 | 08:00 Uhr

„Wir benötigen dieses Haus.“ Für Ralph Busch und seine CDU gab es in der Ratsversammlung keine Zweifel: In Wellenkamp muss ein Gerätehaus für die Feuerwehr gebaut werden. Auch im Feuerwehrbedarfsplan wurde vom Gutachter gefordert, dass ein Fahrzeug in Wellenkamp stationiert sein muss – nicht zuletzt, um die 8-Minuten-Frist einzuhalten, binnen derer geholfen werden muss. „Daran wollen wir uns halten“, so Busch. Doch die angemietete Halle, wo es seit 2012 steht, sei von Anfang an ein Provisorium gewesen. „Sie gehört uns nicht, die Nebenkosten sind hoch.“ Der Neubau sei nicht nur Wertschätzung für die Feuerwehr, auf die man stolz sei, sondern „es ist ein Muss“.

Das sieht auch die SPD so. Zumal trotz der Kosten von 700 000 Euro gespart werden könne, betonte Dieter Krämer. Das Grundstück am Kamper Weg neben der Grundschule gehöre der Stadt, man könne sich bei den Plänen am Edendorfer Gerätehaus orientieren. Krämer verwies auch auf die höhere Motivation, die von neuer Ausstattung auf das Personal ausgeht.

Das IBF sah dagegen noch Beratungsbedarf. Das Thema müsse zurück in die Fraktionen, beantragte Günter Wolter. Er verwies auf den Tunnel, der auch gebaut worden sei, um für Einsatzfahrzeuge die Wartezeit an den Schranken zu verhindern. Ihm war vor allem ein Aspekt ein Dorn im Auge: In der Sitzungsvorlage hieß es, dass die Deckung der Kosten durch „Minderausgaben beim Projekt Neubaus Haus der Jugend“ vorgesehen ist. Es gehe nicht gegen die Feuerwehr, betonte sein Fraktionskollege Carl Heinrich Peters. „Aber die Reihenfolge muss eingehalten werden.“ Er hatte zudem Sorge, dass der Baugrund vorbelastet ist und dadurch die Kosten steigen: „Da war früher eine riesige Schutthalde.“

Auch Ernst Molkenthin (Linke) störte „der kleine Nebensatz, in dem das HdJ auftaucht“. Da noch nicht einmal der erste Spatenstich für das Jugendhaus erfolgt sei, habe der Zeitplan einen bitteren Geschmack. Dennoch stimme die Linke als „Freund der Feuerwehr“ zu.

Das tat auch die UWI, wenngleich Hans-Emil Lorenz kritisierte, dass nicht ausreichend nach anderen Lösungen – beispielsweise bei der Kreisfeuerwehrzentrale – gesucht worden sei.

„Wir haben lange gesucht“, betonte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Wenn man eine Halle auf fremdem Grund umbaue, müssten auch rund 200000 Euro in die Hand genommen werden. Und das Provisorium ohne Umkleideräume und Toiletten sei nicht länger tragbar. Der Neubau sei eine Möglichkeit, eine stabile Situation in Wellenkamp zu schaffen. „Wir können das nicht aussitzen oder wegdrücken. Der Feuerwehrbedarfsplan sagt eindeutig, dass es nötig ist.“ Im Übrigen habe das HdJ mit der Feuerwache „überhaupt nichts zu tun“, es gehe nur um die Gesamtdeckung. „Und es steht beides auf der Prioritätenliste für das nächste Jahr.“

Der Bedarfsplan war auch für die DAF Grund, zuzustimmen. „Wir haben auch keinen anderen Standort gefunden“, sagte Dr. Kirsten Lutz.

Henning Wendt (Grüne) verwies auf die Arbeit, die die Feuerwehrleute ehrenamtlich leisten. „Sie werden aus der Arbeit oder dem Schlaf gerissen und müssen zum Gerätehaus fahren.“ Deshalb seien kurze Wege und gute Bedingungen wichtig.

Gegen die zwei Nein-Stimmen des IBF folgte die Politik den Neubau-Plänen.

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