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Ende der Notlösung : Gerätehaus für Wellenkamp geplant

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neubau am Kamper Weg soll schnell entstehen und provisorische Unterbringung eines Löschfahrzeugs in der Feldmannstraße beenden.

Alarm für die Feuerwehr. Nach acht Minuten muss sie wirksame Hilfe leisten. Kalkuliert werde in der Regel mit drei Minuten Anfahrt zum Gerätehaus und fünf Minuten bis zum Einsatzort, sagt Wehrführer Peter Happe. „Das ist das, was uns überall immer wieder kneift.“ So auch in Wellenkamp. Damit die Hilfsfristen eingehalten werden können, soll die Freiwillige Feuerwehr Itzehoe dort so bald wie möglich ein Gerätehaus bekommen.

Schon im Feuerwehrbedarfsplan hatte der Gutachter gefordert, ein Fahrzeug dezentral in Wellenkamp zu stationieren. Seit Anfang 2012 steht ein Löschfahrzeug in einer gemieteten Halle in der Feldmannstraße – eine Notlösung für den Übergang, wie die Verwaltung für den Hauptausschuss feststellte. Das Gebäude habe keine Wärmedämmung, keine Umkleideräume und keine Toiletten, Standards der Unfallkasse würden teilweise nicht eingehalten, so Holger Pump, Leiter des Amtes für Bürgerdienste.

Für Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen ist der Fall klar: „Wir wollen dieses Provisorium beenden.“ Die Verwaltung suchte eine andere Unterbringungsmöglichkeit in Wellenkamp. Doch freie Hallen gab es kaum, und was zumindest untersucht wurde, schied aus, weil die Investitionen für ein Mietobjekt zu hoch wären. „So ein Projekt wäre unwirtschaftlich“, sagt Koeppen. Das einzig Sinnvolle sei ein eigenes Gebäude auf einem eigenen Grundstück.

Er ließ die Bauabteilung suchen, und diese wurde fündig: Das Areal liegt am Kamper Weg neben dem Parkplatz gegenüber der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp. Die ungenutzte Grünfläche mit benachbartem Fahrrad-Unterstand gehört zum Gelände der Grundschule Wellenkamp. Dort, so der Bürgermeister, werde der Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses in direkter Nachbarschaft positiv gesehen.

Und es sei in diesem Stadtteil sehr sinnvoll, betont Happe. 15 Kameraden kämen schon aus Wellenkamp – „es werden immer mehr, und wenn Baumaßnahmen erkennbar sind, werden es noch mehr“. Die große Motivation habe sich gerade erst wieder bei einem freiwilligen technischen Dienst gezeigt. Altgediente Feuerwehrleute aus Wellenkamp empfänden es auch als Wertschätzung, ein Fahrzeug vor Ort zu haben. Denn bei Einsätzen seien sie zwar zur Wache in der Hindenburgstraße gerast, hätten oft aber gar nicht mehr ein Fahrzeug besetzen müssen.

Die morgige Ratsversammlung soll 45 000 Euro für die Planung bereit stellen und im Haushalt für das kommende Jahr schon 700 000 Euro für den Bau vorsehen. Das billigte bereits die große Mehrheit im Hauptausschuss, doch es gab kritische Stimmen: Reicht es nicht, ein Fahrzeug in der Kreisfeuerwehrzentrale in Nordoe zu stationieren? Könnte nicht die Kooperation mit Nachbarwehren wie Kremperheide helfen? „Die sind nicht in der Lage, das zu bewältigen, was wir zu bewältigen hätten“, sagte Happe. In Nordoe sei kein Stellplatz frei, zudem sei ein Fahrzeug dort „feuerwehrtaktischer Unsinn“: Es könne nicht einmal innerhalb der Hilfsfrist besetzt werden.

So bleibt es beim Vorhaben am Kamper Weg. Dabei, so Koeppen, soll die Planung für das Edendorfer Gerätehaus übernommen werden: „Um es möglichst einfach zu halten und möglichst bald in die Gänge zu kommen.“

 

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erstellt am 24.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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