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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 06:57 Uhr

Freisprechung : Gerade noch die Kurve bekommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach wackeliger Zwischenprüfung: Elektroniker schaffen doch noch den Abschluss. Feierstunde für 13 neue Gesellen in Herzhorn.

Nach drei Jahren Ausbildung war es nun soweit. Obwohl es in den Zwischenprüfungen noch nicht so rosig ausgesehen hatte, konnten nun in der Gaststätte „Zur Linde“ in Herzhorn 13 Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik in der Elektroinnung Steinburg frei gesprochen werden.

Seinen guten Wünschen schloss Obermeister Gerd Sievers noch eine Mahnung an sie an. „Von nun an müsst ihr selbst Verantwortung übernehmen und zu ihrem Tun stehen.“ Dabei helfe ihnen aber die Ausbildung, die allerdings bei vielen in diesem Jahr auf des Messers Schneide stand.

Extrem schlechte Leistungen in den Zwischenprüfungen, die mehrere mit einer „fünf“ abgeschlossen hätten, gaben Grund zur Sorge. Der schulische Durchschnitt mit 2,4 wurde durch die praktischen Leistungen weit nach unten gezogen. „Das hat sich dann bis zum Abschluss extrem gebessert.“ Trotzdem konnten sie mit dieser Vorbenotung nur noch eine durchschnittliche Note erhalten. „Aber ich bin froh, dass ihr noch die Kurve gekriegt habt.“

Die Lage auf dem wachsenden Markt sei für die Gesellen durchaus gut und bei dem derzeitigen demografischen Wandel würden Fachkräfte weiterhin gesucht. Einen Job zu bekommen sei so „eigentlich gar kein Problem.“ Problematisch sei hingegen die absolute Zahl von lediglich 13 Abschlüssen für ganzen Kreis Steinburg. „Das ist nicht viel. Es gehen mehr in Rente als neue nachkommen.“

Besonders gefreut habe er sich über die Leistung des Innungsbesten Torben Möller, der mit seinem Durchschnitt von 1,6 auch Schulbester war, seine Prüfungsarbeit wurde so bei der Abschlussfeier ausgestellt. Das Projekt simuliert die Steuerung eines Kieswerkes. Für die Kies-LKW-Beladung seien, wie er erläuterte, zwei Motoren notwendig, die ein Förderband zum Transport mit einer Einfüllvorrichtung und eine Telefonanlage steuern.

Er fährt damit im Sommer nach Rendsburg zum Landesvergleich der besten der Innungen, bei dem alle Brettmontagen gezeigt werden und der Landessieger gekürt wird. Bestes Berichtsheft und Zweitbester des Jahrgangs war Lars Horns.

Weite Aufgabenfelder tun sich für die Gesellen nun auch beim Thema „intelligentes Haus“ und Energiesparen sowie in die Industrie auf.

Gastredner Volker Stelling, Staatlich geprüfter Techniker (Elektrotechnik) beim Bildungs- und Technologiezentrum in Heide, versuchte darüber hinaus, ihnen die Meisterschule schmackhaft zu machen. Da viele Betriebe derzeit ohne Nachfolger dastünden und diese händeringend suchten, „ergibt sich daraus für euch eine Perspektive etwas aus sich zu machen.“

Karen Wonigeit, Klassenlehrerin und im Prüfungsausschuss, blickte noch einmal auf das „Wachsen der Klasse“ zurück. Vor allem nach dem schlecht abgeschlossenen Teil 1, der Zwischenprüfung, hätten sie sich zusammen gerauft und es doch noch gut geschafft. „Ihr habt aus Fehlern und mangelnden Kenntnissen gelernt und seid nun gewappnet für die Zukunft. Und ihr habt gelernt, auch mit Misserfolgen klar zu kommen.“

Folgende Auszubildende erhielten ihre Gesellenbriefe: Eike Johannes Gloyer, Jan-Lukas Herdzin, Lars Horns, Mateusz Kowalski, Christoph Lenz, Torben Möller (Innungsbester), Andreas Neumann, Alber Saror, Steffen Schladetsch, Steffen Schmidt, Marvin Viohl, Jannik Wiggers, Timo Wulff.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 05:15 Uhr

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