Schwimmzentrum Itzehoe : Generalplaner wehrt sich gegen Vorwürfe

Baustelle Schwimmzentrum: Der Außenbereich wird in diesem Jahr nicht mehr geöffnet.
Baustelle Schwimmzentrum: Der Außenbereich wird in diesem Jahr nicht mehr geöffnet.

Geschäftsführer von Architektenbüro spricht von „einseitiger Presseerklärung“ der Stadtwerke Itzehoe zur Verzögerung der Umbauarbeiten am Freibad.

shz.de von
12. Juli 2018, 05:00 Uhr

Der Außenbereich des Schwimmzentrums bleibt in diesem Jahr geschlossen – so war das nicht geplant. Der Umbau des Freibads verzögert sich, wie die Stadtwerke Itzehoe als Betreiber am Dienstag mitgeteilt hatten. Dabei hatte das Unternehmen die Arbeit des Generalplaners massiv kritisiert. Nun reagiert dieser und weist die Vorwürft zurück.

Die Erklärung der Stadtwerke sei „sachlich und inhaltlich fehlerhaft“, sagt Christian Bär, geschäftsführender Gesellschafter des Planungsbüros „Janßen Bär Partnerschaft“ aus dem niedersächsischen Bad Zwischenahn. „Wir gehen davon aus, dass hier im Kern ein grundlegendes Missverständnis aus Rechtsunkenntnis zugrunde liegt“, sagt Bär. Die Geschäftsführung der Stadtwerke gehe davon aus, dass sein Unternehmen als Planer die Termine und deren Einhaltung garantieren müsste. „Doch dem ist nicht so. Wir sind kein Generalunternehmer, also auch keine ausführende Baufirma im engeren Sinne, sondern ‚nur‘ Generalplaner.“

Dies bedeute zwar, dass sämtliche Planungsleistungen aus einer Hand erbracht werden. „Wenn nun aber – bedingt durch den langen und späten Winter – die vertraglichen Terminketten für den Freibadbereich einmal obsolet geworden sind, ist der Auftraggeber auf das Wohlwollen und die Kooperation der beteiligten Unternehmer angewiesen“, so Bär. Die Stadtwerke hätten kein „einseitiges Anordnungsrecht“, dass Termine parallel verschoben oder gar alte Termine eingehalten würden. Denn die Firmen hätten auch andere Aufträge. „Hier bedarf es also einer vielseitigen Abstimmung und Neuverhandlung der Termine.“

Ein weiterer Grund für die Verzögerung werde in der „einseitigen Presseerklärung“ der Stadtwerke ausgeblendet, so Bär: Ein Unternehmen für ein maßgebliches Schlüsselgewerk befinde sich in der Insolvenz.

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