Übergabe : Gemüsestand in Familienhand

Alles in Familienhand (von links): Mutter Gisela, Vater Hans, Ehefrau Anna-Lena und Töchterchen Leonie  packen am Gemüsestand von Ehmke Ratsach immer kräftig mit an.
1 von 2
Alles in Familienhand (von links): Mutter Gisela, Vater Hans, Ehefrau Anna-Lena und Töchterchen Leonie packen am Gemüsestand von Ehmke Ratsach immer kräftig mit an.

Der Gemüsestand der Familie Rathsach in die nächste Generation über: Sohn Ehmke hat das Geschäft übernommen.

von
09. Februar 2014, 16:00 Uhr

Angefangen hatte alles mit ein paar Kisten voller Obst und Gemüse. „Die hat meine Mutter damals noch mit einem Holzkarren auf den Marktplatz geschoben“, erinnert sich Gisela Rathsach an den Stand, den sich ihre Mutter in den 1950er Jahren in Glückstadt aufgebaut hatte. Mehrmals in der Woche stand sie zusammen mit ihr vor dem Kandelaber, um das frische Gemüse an die Kunden zu verkaufen. Nach der Schule übernahm sie den Stand und baute ihn einige Jahre später, 1986, mit ihrem Ehemann Hans aus.

Jetzt geht der Gemüsestand in die nächste Generation über: Sohn Ehmke hat das Geschäft übernommen. Neu ist der Arbeitsplatz auf dem Wochenmarkt für ihn nicht – schon als kleiner Junge hat er seinen Eltern beim Verkauf geholfen. Er machte eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in einem Supermarkt i und ließ sich anschließend noch zum stellvertretenden Marktleiter ausbilden. Dass er den Familienbetrieb eines Tages übernimmt, war für den 23-Jährigen sofort klar. „Das hat mir schon immer Spaß gemacht“, sagt er.

Zweimal pro Woche steht der junge Familienvater auf dem Glückstädter Wochenmarkt. Dass er im Moment wegen eines Leistenbruchs nur bedingt einsatzfähig ist, schadet dem Betrieb nicht. Mutter Gisela und Vater Hans springen gerne ein. „Es geht ja gemeinsam weiter“, kündigt Hans Rathsach an, der sich ein Leben ohne den Gemüsestand gar nicht mehr vorstellen kann. „Es macht Spaß hier zu arbeiten.“

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen