zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 13:16 Uhr

Gemeinschaftsschule öffnet die Türen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lehrer und Schüler präsentieren breit gefächertes Unterrichtsangebot

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 11:15 Uhr

Die Änderung des schleswig-holsteinischen Schulgesetzes, welches im Sommer 2014 in Kraft trat, ermöglicht die freie Schulwahl durch die Eltern. Öffentlichkeitsarbeit an Schulen hat seither stark an Bedeutung gewonnen. So auch an der Gemeinschaftsschule in Wilster. Mit einem Tag der offenen Tür lieferten Schüler, Lehrer und Eltern interessierten Gästen einen Einblick in das vielfältige Schulleben an der weiterführenden Bildungseinrichtung in der Marschenstadt. Den Vergleich mit anderen Schulen, braucht die Gemeinschaftsschule in Wilster offenbar nicht zu fürchten. Waren die Gäste doch sichtlich begeistert von dem, was ihnen in der Aula, der Pausenhalle und verschiedenen Klassenräumen geboten wurde.

„Wir haben das große Glück, dass wir sehr engagierte Gemeinden und einen unterstützungswilligen Schulverband an unserer Seite haben. Dieser weiß nicht nur um die Bedeutung einer soliden Bildung, sondern hat schon früh erkannt, dass sich Bildung in einer permanenten Entwicklung befindet und regelmäßige Investitionen unabdingbar sind“, so Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz. Als Beleg dafür dienten die naturwissenschaftlichen Räume im Erdgeschoss des Schulgebäudes. Rund 300  000 Euro brachte der Schulverband auf, um diese nach modernsten Gesichtspunkten der Technik umzubauen und auszustatten. Ferner stehen in zahlreichen Klassenräumen interaktive, digitale Tafeln (sogenannte Smartboards) zur Verfügung. Die lassen sich nicht nur wie herkömmliche Tafeln nutzen, sondern verfügen über einen Internetzugang. Inhalte aus dem World Wide Web können direkt auf die Tafel projiziert werden und ermöglichen so einen lebendigen, facettenreichen Unterricht.

„Wenn wir sonst einen Filmbeitrag zeigen wollten, mussten wir uns den Fernseher für den Unterricht meistens schon Wochen vorher reservieren. Dank der neuen Technik und den neuen Medien sind wir Lehrer viel freier in der Unterrichtsgestaltung geworden“, sagte Lehrerin Amöna Rühmann. „Das wirklich Besondere ist jedoch, das jeder Lehrer den Tafelinhalt zukünftig auf dem schuleigenen Server speichern kann, auf den auch die Schüler jederzeit Zugriff haben“, so Lehrer Markus Klinger. Selbst nach Schulschluss lassen sich so vom heimischen Kinderzimmer und jedem anderen Ort aus, die genauen Lerninhalte der Unterrichtsstunden noch einmal abrufen.

„Voraussichtlich nach den Osterferien werden wir unseren Iserv-Schulserver starten“, verriet Lehrer Daniel Tillmann. Auch hier griff der Schulverband tief in ihre Kasse. Rund 13  000 Euro stellte dieser für die Anschaffung notwendiger Hard- und Software bereit. „Jeder Schüler erhält seinen eigenen Serverzugang und kann sowohl Lerninhalte aus dem Unterricht einsehen, als auch Hausaufgaben, Referate oder andere schulbezogene Daten passwortgeschützt auf dem Server speichern“, erläuterte Schülerin Thabea (15) aus dem IT-Wahlpflichtkurs den Gästen die Vorzüge des Iserv-Schulservers.

Parallel dazu informierten die Schulberaterinnen Jana (16), Malin (15) und Jane (14) über unterschiedliche Bereiche der Verbraucherbildung. „Unsere Schule ist seit 2013 eine Verbraucherschule, mit einem eigenen Konzept zur Verbraucherbildung“, so Jana. Ziel ist es, die Schüler dazu zu bringen, selbstbestimmte und verantwortungsvolle Konsumentscheidungen treffen zu können und eine eigene Haltung zu entwickeln, die sich nicht nach der manipulierenden Werbung richtet, sondern durch das Wissen um lokale und globale Zusammenhänge geprägt ist.

Theateraufführungen der Sprachklassen, musikalische Darbietungen des Schulorchesters, sowie diverse Stände ganz unterschiedlicher Klassen und Kurse ließen keinen Zweifel an dem vielseitigen Angebot, welches die Schule in der Marschenstadt prägt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert