ABSCHLUSS : Gemeinschaftsschule bewährt sich

Ehrung (v.li.): Schulleiter Gerd Freiwald überreicht Buchgeschenke an Christopher Brettmann wegen seines besonderen Engagements in der Streitschlichtung sowie  Armphap Pita Kyotha wegen seiner besonderen Leistungen in der Schulband.
Ehrung (v.li.): Schulleiter Gerd Freiwald überreicht Buchgeschenke an Christopher Brettmann wegen seines besonderen Engagements in der Streitschlichtung sowie Armphap Pita Kyotha wegen seiner besonderen Leistungen in der Schulband.

An der Klosterhofschule wurde der erste Jahrgang verabschiedet, der aus der Gemeinschaftsschule mit dem Hauptschulabschluss entlassen wird.

shz.de von
30. Juni 2014, 05:00 Uhr

Schulentlassungsfeier – das war diesmal nicht nur ein besonderer Tag für die Jugendlichen, für die ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende geht, sondern auch für die Klosterhofschule selbst: „Ihr seid der erste Jahrgang, der aus unserer Gemeinschaftsschule mit dem Hauptschulabschluss entlassen wird“, erinnerte Schulleiter Gerd Freiwald bei der feierlichen Verabschiedung des 9. Jahrgangs. Aus Sicht des Kollegiums habe sich die Gemeinschaftsschule bewährt: „Es sind immerhin zehn Schüler, die mit einer Hauptschulempfehlung bei uns an den Start gegangen sind, jetzt in die 10. Klasse gekommen. Und dafür muss man einen besonderen Zensurendurchschnitt haben.“ Der Erfolg habe auch damit zu tun, dass an der Klosterhofschule alle Schüler „individuell gefördert und gefordert“ werden.

Einigen habe man geraten, den Umweg über das Regionale Berufsbildungszentrum (rbz) zu gehen, um zum Realschulabschluss zu kommen. „Einige wenige“ haben auch einen Ausbildungsplatz bekommen, und wieder andere werden sich zunächst in einer Maßnahme weiter qualifizieren, erklärte Freiwald. „Jedenfalls haben wir festgestellt, dass fast alle erst einmal gut versorgt sind“, freute er sich.

Die neunten Klassen hätten Jahre hinter sich, die nicht immer einfach waren. „Fast jedes Mal war es so, dass sich zum Schuljahresanfang zahlreiche neue Schüler in der Klasse anfanden. Erst war es leicht chaotisch, doch zum Ende des Schuljahres hatte sich eine Klassengemeinschaft gebildet. Und im nächsten Jahr ging alles wieder von vorne los.“ In der Klasse 9a seien es am Ende ganze 30 Schüler gewesen. Und doch müsse man feststellen, „dass oft nur noch die Hälfte von denen, die in der 5. Klasse angefangen sind, übrig geblieben ist“.

Zur guten Gemeinschaft hätten auch die Klassenfahrten beigetragen. Dabei habe sich gezeigt, dass es nicht auf die weiteste Reise oder das spektakulärste Ziel ankomme. Vielmehr gehe es darum, dass sich „Schüler und Lehrer von einer anderen Seite zeigen – und beide Seiten finden das gut und bereichernd im Umgang miteinander“.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen