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Jung und engagiert : „Gemeinschaft macht Spaß“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In einer neuen Serie stellen wir in lockerer Folge junge Menschen aus Itzehoe vor, die sich ehrenamtlich besonders engagieren – sei es in der Kirche, Vereinen oder der Politik. Den Auftakt macht der 17-jährige Nico Peters.

Wenn es um den Aufbau der Lampen und das Verlegen der Kabel geht, braucht Nico Peters nur ein paar Handgriffe. Die Lichttechnik für den monatlichen MAX-Gottesdienst ist zurzeit seine Hauptaufgabe in der St. Ansgar Kirche der Innenstadtgemeinde, wo sich der 17-jährige Itzehoer ehrenamtlich engagiert.

Nico kam in die Kirchengemeinde, als er das erste Mal mit vier Jahren am Krippenspiel teilnahm. Mit seinem älteren Bruder Jan-Philipp ging er regelmäßig zum Kinderland, bis er im Alter von zwölf Jahren Mitarbeiter wurde und eine Kleingruppe leiten durfte. „Nach dem Konfirmandenunterricht war ich auch das erste Mal auf einer Konfirmandenfreizeit Mitarbeiter und habe dort geholfen“, erzählt der 17-Jährige. Weil sein Bruder später für die Technik im Gottesdienst zuständig war, kam Nico immer wieder zum Helfen mit, bis er 2013 als Mitarbeiter einsteigen durfte. Seitdem ist er für die Lichttechnik zuständig.

Dafür trifft er sich am Sonnabend vor dem Gottesdienst mit einigen weiteren Mitarbeitern in der Kirche zum Aufbau. Am Sonnabend verlegt er Kabel, stellt die Lampen auf und programmiert die Lichter und Farben mit seinem Computer. Die Vorbereitungen vollendet er am Sonntagnachmittag bei der Gottesdienst-Probe. Und nach der Feier muss er wieder abbauen. „Klar ist das auch manchmal anstrengend“, gibt Nico zu. Allerdings freue er sich auch immer wieder, dass „etwas richtig Gutes dabei rauskommen kann“.

An seiner ehrenamtlichen Arbeit gefällt ihm insbesondere die Zusammenarbeit mit Anderen. „Gemeinschaft macht Spaß“, erklärt Nico. Außerdem findet er „ehrenamtliche Arbeit total wichtig und eine super Sache“.

Neben der Lichttechnik kümmert sich Nico auch noch um die Werbung für die Gottesdienste. Je nach Motto gestaltet er die Flyer und Plakate und lässt diese dann drucken. Gerade hat er die Gestaltung der Karten für den ProJuKi-Ball abgeschlossen.

Nico besucht noch bis zum Abitur die Kaiser-Karl-Schule. Bis zu seinem Abschluss möchte er auf jeden Fall weiter in der Gemeinde mitmachen. „Ich kann mit meinen Kenntnissen einfach gut mithelfen und es macht mir viel Spaß“, findet er. Deshalb gibt er sein Wissen auch an drei neue Mitarbeiter weiter, die ihn später ersetzen können. „Jemand anderes muss das auch lernen, ich hoffe ich kann ihnen viel beibringen“, erklärt Nico.

Sein Engagement hat den Itzehoer aber nicht nur in sozialen Aspekten weitergebracht, es hat ihn auch in seinem Berufswunsch bestärkt. Nach dem Abitur möchte er eine Ausbildung zum Mediengestalter machen, entweder in Richtung Digital und Print oder Richtung Bild und Ton. Durch seine ehrenamtliche Arbeit konnte er beides schon ausprobieren und trotzdem gleichzeitig anderen helfen.

Gemeindepädagoge Simon Keil freut sich sehr über Nicos Engagement. „Er ist einer meiner selbstständigsten und vertrauensvollsten Mitarbeiter“. In der Kirchengemeinde seien junge Menschen wie er jederzeit gebraucht, denn sie sind „eine große Stütze“, erklärt Keil die Bedeutung.



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