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Interview : „Gemeinschaft in der Innenstadt aufbauen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jacqueline-Corin Fröde, neue Managerin im Holstein-Center, spricht über Ziele und Probleme.

von
erstellt am 04.Nov.2015 | 05:00 Uhr

„Das Holstein-Center ist seit Generationen Thema in der Familie.“ Ihr Großvater Georg Fröde, vor Jahrzehnten nach Australien ausgewandert, war mit seinem Möbelhaus einer der ersten Mieter. Jetzt ist Jacqueline-
Corin Fröde für das gesamte HC verantwortlich. Die 33-Jährige ist die neue Centermanagerin und hat damit die Nachfolge von Henner Schacht angetreten, der nach Schwerin abgewandert ist. Zum Jahresende will Jacqueline-Corin Fröde ein neues Büro auf der unteren Ladenebene beziehen.

Frau Fröde, von den 40 Läden im Holstein-Center stehen aktuell neun leer. Wie sehen Sie die Situation?

Fröde: Auf jeden Fall entwicklungsbedürftig. Die Leerstände sind da, das sieht jeder. Es sind Interessenten vorhanden, aber die baulichen Maßnahmen, die dahinter stehen, sind sehr umfangreich, teilweise nicht realisierbar. Deswegen entwickelt es sich leider auch sehr langsam. Wir werden sicher in den nächsten zwölf Monaten Einiges an Entscheidungen haben, da auch die Verlängerung von Mietverträgen ansteht.

Positive oder negative Entscheidungen?

Ich hoffe sehr auf nur positive, wobei immer ein oder zwei Wackelkandidaten dabei sind, die vielleicht auch altersbedingt einfach nicht weitermachen möchten. Aber wir haben auch immer noch sehr viele Mietverträge, die noch sehr lange laufen. Es wird in nächster Zeit nicht viel leerer werden, das ist schon mal positiv.

Was sind Ihre Ziele?

Mein Ziel ist es, das Holstein-Center weiterhin in den Köpfen der Menschen zu halten und sie hier in die Innenstadt zu kriegen sowie mit den Werbemaßnahmen und mehr Mietern die Attraktivität Itzehoes zu fördern. Es wird sich grundsätzlich nicht viel ändern gegenüber den letzten Monaten und Jahren. Das Konzept, das Herr Schacht hier angefangen hat, kann man gut weiterführen. Natürlich bringe ich auch eigene Ideen mit: Es gibt einige Aktionen, die geplant sind, zum Beispiel ein Event mit Graffiti-Künstlern in der Tiefgarage. Das muss natürlich alles mit dem Eigentümer geklärt werden, es läuft gerade erst an. Bei kleineren Aktionen haben wir freie Hand, an erster Stelle steht, dass es positiv für die Mieter und umsatzfördernd ist.

Wie sehen Sie das Verhältnis des Holstein-Centers zur restlichen Innenstadt – ist es ein Miteinander, ein Neben- oder ein Gegeneinander?

Meine persönliche Empfindung ist momentan eher ein Nebeneinander. Ich würde mir wünschen, die Zusammenarbeit zu entwickeln und zu verbessern. Ich bin ein neues Gesicht und werde sicher auf die Innenstadtgeschäfte zugehen. Mein Ziel ist es, sie erst einmal kennen zu lernen und dann zu sehen, was man zusammen bewirken kann, damit nicht jeder sein eigenes Brötchen backt, sondern wir eine Gemeinschaft aufbauen. Mit dem Stadtmanagement habe ich auch noch keinen Termin gehabt. Ich denke, da kann man noch Einiges zusammen auf die Beine stellen.

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