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Wohnungsbau : Gemeinsames Projekt für Senioren

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Drei Dorfgemeinden planen eine Wohnanlage in Herzhorn. In dieser Woche startet Fragebogenaktion für alle Bürger

Die Wohnungen sind neu, es gibt eine Terrasse – nette Nachbarn sind versprochen: Die Gemeinden Herzhorn, Engelbrechtsche Wildnis und Blomesche Wildnis wollen gemeinsam Wohnungen für ältere Mitbürger bauen. Alle sollen ebenerdig entstehen, so der Plan. Ein Grundstück mitten im Dorf Herzhorn bietet die Gemeinde an. Wie das Wohnprojekt genau aussehen soll, da können die künftigen Mieter Ideen mit einbringen.

Jetzt ist die Frage, wer dort einziehen möchte. Deshalb werden in dieser Woche die Bürgermeister und Gemeindevertreter Herbert Frauen in den drei Dörfern von Haus zu Haus gehen und Fragebögen verteilen. Gefragt wird, wer Interesse an solch einer Wohnung hat. Wieviele Quadratmeter gewünscht werden und zum Beispiel, ob ein gemeinsamer Unterstand für Fahrräder benötigt wird. Die ausgefüllten Fragebögen können dann an verschiedenen Stationen abgegeben werden: In der Rhin-Apotheke in Herzhorn, bei Bürgermeisterin Maren Nagel, bei Bürgermeister Niels Schilling, beim Amt Horst-Herzhorn und bei Herzhorns Gemeindevertreter Herbert Frauen.

Herbert Frauen ist Sprecher der Arbeitsgruppe „Seniorengerechtes Wohnen“. In einem Gespräch, an dem auch Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann sowie die Bürgermeister aus der Engelbrechtschen und Blomeschen Wildnis, Maren Nagel und Niels Schilling, teilnahmen, erklärt Herbert Frauen das Projekt. „Wie können wir den älteren Mitbürgern ermöglichen, hier wohnen zu bleiben, das ist die zentrale Frage.“ Das Ziel sei es, „gutes Leben auf dem Lande“ zu ermöglichen. Die Lage der Wohnungen sei so zentral, dass Ärzte, Geschäfte, Friseur und Apotheke zu Fuß erreichbar seien.

Geplant sind zunächst zehn Wohnungen – mehr Wohnungen sind später möglich. „Bevor wir bauen, wollen wir den Bedarf abfragen“, betont Herbert Frauen. Danach richtet sich eventuell auch die Finanzierung. Verschiedene Modelle sind denkbar: Zum einen, dass das Projekt von Dorfbewohnern als Bürgergesellschaft finanziert wird. Möglich ist aber auch ein Investor.

Den Zuschlag für eine Wohnung erteilt Bürgermeister Glißmann. Denn es geht um Mieter aus den drei Dörfern. Das ist auch der Grund, warum die Wohnungen nicht als Eigentumswohnungen verkauft werden. So soll gewährleistet sein, dass es ein Projekt für die Dorfbewohner bleibt.

Herbert Frauen und Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich bereits in anderen Orten Modelle von seniorengerechtem Wohnen angesehen.

Für Bürgermeister Wolfgang Glißmann ist das Wohnprojekt auch eine Investition in die Zukunft: „Zum einen bieten wir unseren Bürgern etwas an. Zum anderen erhalten wir Kaufkraft in Herzhorn.“ Es gäbe nur noch wenige Dörfer, die so eine gute Infrastruktur wie Herzhorn hätten. „Charmant“ nennt Amtskollegin Maren Nagel in diesem Zusammenhang das Ärztehaus mit gleich mehreren Ärzten im Dorf.

Nach der Fragebogenaktion wird die Arbeitsgruppe die weiteren Planungen übernehmen.

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erstellt am 28.Okt.2014 | 17:00 Uhr

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