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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 02:52 Uhr

Prinovis : Gemeinsame Linie gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

20 Hektar Gewerbefläche sind in Itzehoe nach dem Prinovis-Aus zu vermarkten. Das Ziel ist gemeinsamer Druck auf Bertelsmann. In einer Teilnahme an der Münchener Messe Expo Real erkennt zurzeit niemand einen Sinn.

von
erstellt am 26.Sep.2013 | 17:14 Uhr

Die Expo Real beginnt am 7. Oktober. Doch die Stadt ist bei der Immobilien-Fachmesse in München nicht dabei. Sinnvoll sei das nur wegen des Prinovis-Areals, so Wirtschaftsförderer Thomas Carstens. Und dessen Zukunft ist ungeklärt.

„Wenn wir die Fläche vermarkten wollen, ist die Messe die zentrale Möglichkeit, die wir in Europa haben, auf uns aufmerksam zu machen“, sagte Carstens im Wirtschaftsausschuss. Dafür aber brauche es ein Projekt mit Qualität, um aufzufallen, ergänzte Professor Dr. Ralf Thiericke, Leiter des Innovationszentrums IZET. Das gehe nur zusammen mit und auf Wunsch von Prinovis.

Es gebe Chancen für diesen Standort, sagte Dr. Paul Raab, Leiter der Elmshorner Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer. Das Druckereigelände solle als Industriegebiet ausgewiesen und an den Hafen angebunden werden, zudem plädierte Raab für den raschen Bau der Südspange. Diese Positionen hatte die IHK bereits in ihrer Zeitschrift vertreten. Auch mit Wirtschafts-Staatssekretär Ralph Müller-Beck habe er schon über Prinovis gesprochen, sagte Raab.

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen reagierte begrenzt begeistert: Es gelte, die Bemühungen zu koordinieren und auch dem Land gegenüber mit einer Stimme zu sprechen. Die vorgetragenen Forderungen seien alle nicht neu und in Arbeitskreisen schon besprochen worden. Es sei Wunschdenken, die Fläche an einen Investoren zu vermarkten, selbst die Aussicht auf mehrere Interessenten beurteilte er skeptisch. Zurzeit ist eine Fachfirma beauftragt, Szenarien für die Vermarktung zu entwickeln. Auf Nachfrage Thierickes musste Raab einräumen, dass er weder Kontakt zu Prinovis-Entscheidern habe noch konkrete Projekte in der Hinterhand. Koeppen startete einen Appell: Es müsse gemeinsam Druck Richtung Prinovis und damit letztlich Richtung Bertelsmann in Gütersloh aufgebaut werden – und zwar mit genau so einer konzertierten Aktion wie bei den Verhandlungen über den Sozialplan für die Belegschaft. Das werde versucht, und die IHK sei herzlich zum Mitmachen eingeladen.

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