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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 02:33 Uhr

Sporthalle : Gemeinsam nach Lösungen suchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Hohenlockstedter Sozialausschuss regt Gespräch mit dem Schulverband an

Der Schulverband Hohenlockstedt hatte der Sporthallenerweiterung im September eine deutliche Absage erteilt – der gemeindliche Sozialausschuss will dies jedoch so nicht hinnehmen. Deren Mitglieder halten eine Erweiterung nach wie vor für notwendig. Jetzt wollen sie das gemeinsame Gespräch mit dem Schulverband sowie mit den beiden Schulleitern und den Sportvereinen suchen.

Seit Jahren wird das Thema zwischen Sozialausschuss und Schulverband hin- und hergeschoben. Die meisten Gemeindepolitiker möchten erweitern und die Wünsche der örtlichen Sportvereine 1. FC und TSV Lola erfüllen, die über zu wenig Hallenkapazitäten klagen. Doch allein kann die Gemeinde nicht entscheiden – denn die Sportanlagen samt Halle gehören dem Schulverband, dem neben Hohenlockstedt auch die drei kleineren Gemeinden Winseldorf, Schlotfeld und Lohbarbek angehören. Und im Schulverband haben nicht die Probleme der Sportvereine Vorrang, sondern die schulischen Belange spielen die größte Rolle. Und die Grundschule sowie die Wilhelm-Käber-Gemeinschaftsschule haben bisher signalisiert, mit der vorhandenen Halle auszukommen. Dieser Argumentation folgt die Schulverbandsmehrheit. Pikant dabei: Auch einige Hohenlockstedter Kommunalpolitiker haben sich dieser Sichtweise angeschlossen und im Schulverband gegen die Erweiterung gestimmt. Dabei standen Mittel in Höhe von 50 000 Euro für ein Planungsgutachten bereits im Haushalt.

Diskutiert – auf Antrag der CDU – wurde und wird deshalb auch eine Übernahme der Sportanlage durch die Gemeinde, um allein über eine Erweiterung bestimmen zu können. Die SPD geht eine ähnliche Richtung mit ihrer Idee, mit dem Schulverband einen Gestattungsvertrag abzuschließen, um auf dem Schulgelände erweitern zu können.

Beide Anträge kamen bei der jüngsten Sozialausschusssitzung nicht zur Abstimmung, da zuvor das gemeinsame Gespräch stattfinden soll. Gefordert, unter anderem von Friedrich Kortüm (SPD), wird auf jeden Fall eine intensive Bedarfsanalyse. „Wir sollten sorgfältig vorgehen und erst wissen, ob ein Bedarf da ist, und dann klären, wie wir ihn umsetzen.“ In diesem Zusammenhang betonte Nadja Nolte (SPD), dass der Schulelternbeirat die Aussage der Schulen, keinen zusätzlichen Hallenbedarf zu haben, kritisch sehe. Denn die Lehrpläne sehen mehr Sportstunden vor als zurzeit in Hohenlockstedt gegeben würden.

Der Ausschussvorsitzende Theodor Scheit (Foto, SPD) griff schließlich die Idee von Bürgermeister Jürgen Kirsten nach einem runden Tisch mit allen Beteiligten auf. „Wir müssen gemeinsam mit dem Schulverband an die Sache herangehen, dann sind beide im Boot. Wir wollen keinen Streit.“ Parallel soll die Verwaltung prüfen, unter welchen Voraussetzungen es Fördermittel für eine Erweiterung gibt.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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