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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 22:53 Uhr

Gemeinsam für Kirche und Kloster

vom

Freundeskreis St. Laurentii hat sich erweitert zum Verein für das Gotteshaus und das benachbarte Adelige Kloster

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Sie liegen Mauer an Mauer und leben doch meist nebeneinander her: die St. Laurentii-Kirche und das Adelige Kloster. Jetzt gibt es eine enge Verbindung: Der Freundeskreis St. Laurentii hat sich erweitert zum Freundeskreis für die Kirche und das Kloster.

Seit anderthalb Jahren setzte sich der Freundeskreis St. Laurentii für den Erhalt der Kirche ein, machte mit ersten Veranstaltungen auf sich aufmerksam und sammelte Mittel. Und immer wieder hätten die Planungen an die Klostermauern herangereicht, sagt Benita von Sass-Hasselblatt, Vereinsvorsitzende des neuen gemeinsamen Freundeskreises. So gehören zum Beispiel der Kreuzgang sowie der Konventualinnenstuhl auf der Empore nicht der Kirche, sondern dem Kloster - da sei die Zusammenarbeit naheliegend gewesen.

Der Kirchengemeinderat der Innenstadtgemeinde war von der Idee sofort - mit dem Tenor "endlich" - angetan. Auch Klosterverbitter Hans Graf zu Rantzau stieg gern darauf ein. Beim Kloster habe es schon länger die Idee für einen Freundeskreis gegeben, ihm hätten aber Zeit und Verbindungen dafür gefehlt. Zwei solche Vereine hätten wegen der engen Verbindung nicht nebeneinander existieren können: "Insofern ist das eine sehr glückliche Allianz für uns."

Sie wolle sowohl Kirche als auch Kloster als Kulturdenkmal erhalten, sagt Schriftführerin Astrid von Löwenstern. Mit 23 Mitgliedern sei der Verein noch "klein, aber fein" und solle wachsen. Dafür muss niemand Mitglied der Kirche sein oder ihr nahe stehen. Es gehe darum, das Identitätsstiftende zu bewahren, so Benita von Sass-Hasselblatt. Denn dieses löse bei sehr vielen Menschen das Gefühl von Heimat aus: "Dann lässt es sich viel leichter transportieren." Einen Bedarf dafür erkennt Rantzau, selbst natürlich Vereinsmitglied, gerade auch beim Kloster: "Wir wollen und müssen uns mehr öffnen, um das Kloster bekannter und interessanter zu machen." Dabei denkt er auf längere Sicht auch an die Öffnung des Konventsaales und des Klostergartens für Veranstaltungen.

Kurz vor den Sommerferien hat der Verein seine neue Satzung verabschiedet. Den Posten der 2. Vorsitzenden hat Kirsten Ulrich inne, Kassenwartin ist Elsbe Klinkott, Beisitzer sind Heida Haltermann und Karl-Heinz Zander. Geplant sind mehr kleine Veranstaltungen, um Geld für Projekte in der Kirche oder im Kloster zur Verfügung zu haben, so die Beteiligung am Tag des offenen Denkmals am 8. September inklusive Grillen im Klostergarten. Dabei gehe es um kleine Schritte des Erhalts oder der Weiterentwicklung, sagt Benita von Sass-Hasselblatt. Zum Beispiel: Licht für den Kreuzgang, die Sanierung des mutwillig zerstörten Eingangsbogens zum Klosterhof oder Informationsblätter für Einheimische und Touristen zu Kirche und Kloster. Logo und Flyer sind in Arbeit, doch im nächsten Termin geht es erst einmal um Präsenz und Information: Mittwochbeteiligt sich der Freundeskreis an einer Konferenz zum Denkmalschutz mit der Kieler Ministerin Anke Spoorendonk.

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