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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 04:45 Uhr

Gemeinsam für die Wende

vom

Ministerpräsident startet Innovationscluster Leistungselektronik für regenerative Energieversorgung

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Energie wird erzeugt, ins Netz eingespeist, gespeichert, genutzt. All das soll mit regenerativer Energie und möglichst effizient geschehen. Ein Schlüssel dazu ist die Leistungselektronik - und das Fraunhofer-

Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) steht im Zentrum. Gestern hat Ministerpräsident Torsten Albig mit der Übergabe eines Förder bescheids den Innovations cluster Leistungselektronik für regenerative Energieversorgung gestartet.

Beteiligt sind auf Forschungsseite die Fachhochschule Westküste, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Fachhochschule Kiel, auf Industrieseite die Unternehmen Vishay Siliconix Itzehoe, Danfoss Silicon Power, Repower Systems, Dispatch Energy Innovations und Reese + Thies Industrieelektronik. Vier Millionen Euro werden eingesetzt, das Land und die Fraunhofer-Gesellschaft tragen davon jeweils eine Mil lion, den Rest steuern die Partner bei.

Die großen Chancen unterstrich ISIT-Leiter Professor Dr. Wolfgang Benecke. Durch die Partner sei die komplette Wertschöpfungskette von der Energie-Erzeugung bis zur Nutzung im Land vorhanden, der Cluster bündele die Ressourcen auf dem Gebiet der Leistungselektronik. "Nur gemeinsam können wir stark werden", so Benecke. Das minimiere das Risiko angewandter Forschung, sagte Dr. Patrick Hoyer von der Fraunhofer-Gesellschaft. Es gehe darum, "natürliche Ressourcen mit Intelligenz zu verschalten".

Richtig so, findet der Ministerpräsident. Die ökonomische Zukunft des Landes liege in "wissens basierter Wertschöpfung", schon jetzt bewege es sich dramatisch in diese Richtung. Daraus entstünden dann auch sichere Arbeitsplätze mit Zukunft, sagte Albig mit Blick auf Prinovis. Es müsse beim Thema Energiewende noch viel deutlicher werden, dass es um Potenziale und Wertschöpfung gehe. Das Land werde in der Unterstützung nicht nachlassen.

Vor allem geht es im Cluster um die Windenergie, deshalb ist auch das Fraunhofer-Institut IWES aus Niedersachsen mit im Boot. Auch vor einer Zusammen arbeit mit Hamburg oder dem angestrebten Fraun hofer-Engagement im Grenzgebiet zu Dänemark müsse niemand Angst haben, so Albig. All das stärke die gesamte Region im Norden.

Der neue Zusammenschluss erweitert das bestehende Netzwerk im Kompetenzzentrum für Leistungs elektronik Schleswig-Holstein. Er beinhaltet den Austausch von Informationen und abgestimmte Forschungen. Ziele seien eine höhere Zuverlässigkeit und Kompaktheit sowie geringere Kosten der Systeme, sagte Dr. Frank Osterwald von Danfoss Silicon Power. Die Forschungsergebnisse seien wichtig für die Weiterentwicklung im eigenen Unternehmen, betonte Dr. Heinz-Hermann Letas von Repower Systems. Für Albig war der Fall klar: "Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Windenergie-Geschichte gerade erst beginnt."

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