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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 00:17 Uhr

Wirtschaft : Gemeinsam für die Region

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Rahmen der 19. Wackener Teichgespräche werben die Protagonisten aus Wirtschaft und Politik für eine intensive Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen die Häfen.

von
erstellt am 10.Jan.2016 | 18:26 Uhr

Den Ruf von Hans-Jörn Arp und Harald Egge überhört kaum jemand. Alljährlich bitten der Rechtsanwalt und der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag zu den Wackener Teichgesprächen. Zur 19. Auflage am vergangenen Freitag fanden mehr als 80 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben zusammen. Als Ehrengast begrüßten Egge und Arp in diesem Jahr Jens Meier, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority.

„Herzlich willkommen zum Wirtschaftsgipfel der Unterelbe.“ Bereits zu Beginn des Abends gab Arp die Richtung vor. In gewohnt lockerer Atmosphäre gab es ausreichend Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Über die Zukunftsperspektiven des Hamburger Hafens referierte Jens Meier und sprach sich dabei für eine bessere Vernetzung von Häfen und Schiffsverkehr aus. Die Herausforderungen, die immer größer werdenden Schiffe abzufertigen, würden steigen. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob der Gigantismus im Schiffsbau sinnvoll ist“, sagte er. Es sei zwingend notwendig, die Verkehre zu entzerren. Derzeit gelte bei der Abfertigung von Containerschiffen der Grundsatz „first come, first serve“. „Derjenige, der zuerst in den Hafen einfährt, wird auch zuerst abgefertigt“, so Meier. Dabei gelte es eine intelligente Hafensteuerung zu etablieren, um zukünftig lange Wartezeiten zu vermeiden. „Im Hamburger Hafen sind wir auf diesem Feld schon weit vorangeschritten.“

In der anschließenden Diskussionsrunde stellte sich Meier gemeinsam mit Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH, sowie Gustav Tietje (Geschäftsführer des China Logistic Centers in Itzehoe) den Fragen des stellvertretenden Chefredakteurs des sh:z, Jürgen Muhl. Und weil Meier nicht nur der Chef des Hamburger Hafens, sondern auch der Vereinsvorsitzende des Hamburger SV ist, blieb die eine oder andere kritische Frage zur Situation beim Fußball-Bundesligisten nicht aus. „Der Hafen ist doch einfacher zu führen als der HSV“, konstatierte er mit einem Augenzwinkern.

Meier formulierte die Notwendigkeiten einer intensiven Zusammenarbeit aller Akteure in der Hafenwirtschaft. „Die Kooperation, auch und gerade unter den Wettbewerbern, ist wichtig um gemeinsam Probleme zu lösen“, sagte er. Die Häfen in Rendsburg, Glückstadt und Brunsbüttel bezeichnete Meyer als wichtige Partner. Um diese Position zu stärken, bekräftigte Frank Schnabel den Bau eines Importterminal im Brunsbütteler Hafen für verflüssigtes Erdgas (LNG). „Das würde der Provinz eine nationale Bedeutung bringen. Wir haben den besten Standort dafür“, erklärte er. Dank richtete Schnabel an Gustav Tietje, der mit dem Kauf des ehemaligen Prinovis-Geländes und der Investition in das China Logistic Center ein wichtiges Zeichen für die Region gesetzt habe. „Die Zahl von überdachten Lagerflächen ist begrenzt. In Itzehoe entstehen diese Flächen. Wir sehen das als gutes Hinterlandlager für den Hafen in Brunsbüttel.“ Tietje lag mit seiner Antwort auf die Frage, warum er investierte habe, mit seinen Co-Referenten auf einer Linie: „Wir wollen etwas für die Region tun“, sagte er. Womit der „Wirtschaftsgipfel der Unterelbe“ sein Motto gefunden hatte.

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