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Diamantene Hochzeit : Gemeinsam durch dick und dünn

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wiebke und Karsten Koopmann aus Hohenlockstedt sind 60 Jahre verheiratet. Kennengelernt hatte sich das Ehepaar aus Ridders 1950 durch ihren gemeinsamen Beruf. Beide machten eine landwirtschaftliche Ausbildung und arbeiteten auf dem selben Hof.

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erstellt am 10.Okt.2013 | 05:00 Uhr

In einem sind sich Wiebke und Karsten Koopmann einig: „Die Ehe ist wie das Wetter – mal hat man Sonne und mal Regen.“ Und die beiden müssen es wissen – seit 60 Jahren sind sie verheiratet und lieben sich heute noch genauso, wie am ersten Tag. Ihr Geheimnis? „Man muss sich natürlich ordentlich lieben“, rät Karsten Koopmann und seine Frau Wiebke ergänzt: „Und man sollte die Macken des anderen akzeptieren.“

Kennengelernt hatte sich das Ehepaar aus Ridders 1950 durch ihren gemeinsamen Beruf. Beide machten eine landwirtschaftliche Ausbildung und arbeiteten damals auf dem selben Hof. Liebe auf den ersten Blick sei es zwar nicht gewesen, „doch nach einiger Zeit haben wir uns dann besser kennengelernt“, verrät Wiebke Koopmann schmunzelnd. Nach der Hochzeit 1953 zogen sie auf den elterlichen Hof in Ridders, den sie 1961 übernahmen.

Trotz ihrer Verbundenheit zu Haus und Hof fuhren die beiden 81-Jährigen gerne in den Urlaub – oft auch nach Kanada, um einen ihrer drei Söhne zu besuchen. Viele seiner Reisen unternahm das Paar auch gemeinsam mit den Kameraden von der Feuerwehr, in der Karsten Koopmann viele Jahre tätig war – einige davon sogar als Amtswehrführer. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz wurde er zweimal mit dem Brandschutzehrenzeichen und zweimal mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber und Gold ausgezeichnet. Heute gehört die Brandbekämpfung zwar nicht mehr zu seinen Hobbys – doch die Verbundenheit zu den Kameraden besteht noch heute. „Die Feuerwehr war sein Leben“, weiß Ehefrau Wiebke.

Eine Art Verbindung zu Feuer begleitet den 81-Jährigen schon seit seiner Kindheit. Als er zwei Jahre alt war, brannte der Hof seiner Eltern in Ridders nieder, erst in letzter Minute konnte er aus den Flammen gerettet werden. „Von da an hatte ich vor Feuer zwar keine Angst, aber großen Respekt.“

Statt Diamanten hat sich das Paar zum Ehrentag eine neue Gasheizung gegönnt. „Wir mögen es gerne schön warm“, so Karsten Koopmann. Den Tag verbringen sie heute nicht nur mit Freunden und Bekannten in der Dorfschmiede in Ridders, sondern vor allem auch mit ihrer großen Familie, zu der neben drei Kindern auch neun Enkel und fünf Urenkel zählen.

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