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Frauenberatungsstelle : Gemeinsam aus der Lebenskrise

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wechseljahre, Trennung oder alleinerziehende Mutter: Bei den neuen Gruppentreffen ver pro familia Frauenberatungsstelle können sich Betroffene austauschen. Gemeinsam werden Lösungen aus der Lebenskrise erarbeitet.

Das Leben einer alleinerziehenden Mutter kann so schön sein: Mutter Lorelai und ihre Teenie-Tochter Rory bestehen dauerquasselnd jeden Tiefschlag. Die Ein-Eltern-Familie wird zwar in der preisgekrönten US-Serie „Gilmore Girls“ hin und wieder mit Liebesquerelen und Generationskonflikten gespickt, aber am Ende sitzen Mutter und Tochter doch wieder lachend auf dem Sofa – und alleinerziehende Mütter im echten Leben verzweifeln vor dem Bildschirm. So einfach ist der Alltag als Alleinerziehende? Die Realität sieht oft anders aus, wissen die Mitarbeiter der Frauenberatungsstelle pro familia in Itzehoe.

Seit Juli 2012 gibt es die Fachstelle Gewalt und Frauenberatung im Kreis Steinburg. „Es kristallisierte sich in den Einzelgesprächen heraus, dass drei Themen die Frauen besonders beschäftigen: Trennung, Wechseljahre und das Leben als Alleinerziehende“, erklärt Fachstellen-Leiterin Katrin Ufen. Deshalb startet die Beratungsstelle erstmals mit Gruppenangeboten zu den drei Themen, alle kostenlos. Heute von 16.30 bis 18 Uhr findet in den Räumen der pro familia Beratungsstelle (Berliner Platz 1, Itzehoe) das erste Treffen zum Thema „Trennung – Das Licht am Ende des Tunnels entdecken“ statt. Die Leitung hat Tanja Thiel. Am Montag, 4. November, startet die Gruppe zum Thema „Wechseljahre – Übergang in eine neue Lebensphase“ unter Leitung von Katrin Ufen, 16.30 bis 18 Uhr ebenfalls in den Räumen der Frauenberatungsstelle. Und am Donnerstag, 7. November, geht es von 9.30 bis 11 Uhr um das Thema „Alleinerziehend – Die tägliche Herausforderung meistern“. Die Leitung hat Nadja Borlinghaus.

„Viele betroffene Frauen haben das Bedürfnis, mit Frauen in ähnlicher Lage in Kontakt zu kommen, um sich auszutauschen, zu stärken und gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen“, weiß Katrin Ufen. Die Angebote sollen deshalb auch keine einmaligen Veranstaltungen sein, sondern fortlaufend stattfinden. „Das lassen wir erst einmal auf uns zukommen.“ Rhythmus und Häufigkeit der Treffen werden gemeinsam beim ersten Termin festgelegt. „Es ist auch möglich, nach Rücksprache noch später einzusteigen“. Auch der Ablauf der Treffen ist offen: „Es wird keine Vorträge geben, sondern es wird zusammen geguckt, was gewünscht wird, ob zum Beispiel in der Wechseljahre-Gruppe auch mal eine Heilpraktikerin eingeladen wird“, so Katrin Ufen.

Der Austausch untereinander stehe aber im Vordergrund. „Alleinerziehende möchten oft gerne Kontakt zu Gleichgesinnten“, erklärt Nadja Borlinghaus. Wie gehe ich mit dem Gefühl der Überforderung um? Welche Hilfemöglichkeiten gibt es vor Ort? Solche Aspekte und Fragen zum Unterhalt oder Kinderbetreuung können in der Gruppe geklärt werden.

Auch für Frauen in einer Trennungsphase sei der Austausch wichtig, betont Tanja Thiel. „Oft spaltet sich der Freundeskreis, wenn sich ein Paar trennt und die Frauen finden nur schwer Gehör in ihrem Umfeld.“ Gemeinsam können die Teilnehmerinnen erarbeiten, wie sie am besten durch diese schwierige Zeit kommen, wieder mehr Lebensfreude gewinnen kann oder auch wertvolle Tipps zur Selbstfürsorge entwickeln.

Auch die Zeit der Wechseljahre stellt für viele Frauen eine besondere Herausforderung dar. Körperliche und seelische Veränderungen finden statt – doch welche sind durch die Wechseljahre verursacht, welche hängen mit dem Älterwerden an sich zusammen und welche sind auf sich wandelnde Lebensumstände wie die Selbstständigkeit der Kinder zurückzuführen? In der Gruppe können sich Frauen über die Veränderungen, Beschwerden, Hormonbehandlungen oder auch Veränderungen in der Partnerschaft und Sexualität austauschen.

„Wir haben die Hoffnung über die Gruppenangebote auch Frauen zu erreichen, die bisher dachten, ihre Probleme seien nicht schwerwiegend genug“, informiert Katrin Ufen. Was den Frauen auch auf dem Herzen liegt, können sie in die Gruppengespräche einbringen – kein Problem ist zu banal.

 


>Anmeldung und Info unter der Telefonnummer 04821/8899432 oder per Mail unter itzehoe-fachstelle@profamilia.de.

Internet: profamilia-sh.de

 

 

 

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erstellt am 23.Okt.2013 | 17:10 Uhr

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