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Gemeindevertretung treibt neues Baugebiet voran

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Während der Jahresabschluss-Sitzung der Gemeindevertretung Quarnstedt blickte Bürgermeister Kurt Lindemann auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Wir haben das erweiterte Feuerwehrgerätehaus eingeweiht, ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt und das 50-jährige Freibadjubiläum gefeiert“, sagte er. Dessen Sanierung sei rechtzeitig abgeschlossen worden, ebenso wie der Breitbandausbau im Dorf, der eine Anschlussquote von 70 Prozent aller Haushalte erreichte.

Auch für das kommende Jahr stünden nun einige Maßnahmen bevor, kündigte er an. Im Windpark sei die Errichtung einer neuen Windkraftanlage von gleicher Größe wie die bisherigen geplant.

Die Hagener Straße soll für den Gegenverkehr um 70 Zentimeter verbreitert werden, und in der Schulstraße ab Voßkamp soll die Höchstgeschwindigkeit in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrsaufsicht bis zum Seniorenheim auf 30 Stundenkilometer reduziert werden – als Sofortmaßnahme zum Schutz von Rollstuhlfahrern und Behinderten.

Da Ausgrabungen des archäologischen Landesamts Schleswig in Quarnstedt zu keinem Ergebnis geführt hatten, konnte die Vertretung nun auch das Bebauungsgebiet Nummer 4 (Schmidsbarg) verabschieden. Nachdem dort in den 1960er Jahren bei der Flurbereinigung Gegenstände gefunden worden waren, die um 1500 vor Christi datiert wurden und nahe legten, dass die Region zu dieser Zeit bereits besiedelt war, sollten weitere Grabungen weitere Aufschlüsse bringen. Schon sprachlich ließe sich dies nachvollziehen, erläuterte der Bürgermeister. Der Name „Quarnstedt“ kommt altdeutsch aus „quirn“ für „Handmühle“ und „stedt“ für „Stätte“. Dies lege nahe, dass es sich bereits damals um einen gegen Hochwasser geschützten Platz handelte, der 20 Meter über Normalnull lag.

Da Bramau und Stör-Urstromtal zu dieser Zeit noch breiter gewesen seien, gab es die Annahme einer umfangreichen Siedlung, aus der noch Überreste weitere Aufschlüsse hätten geben können. Bei Grabungen, die diese Siedlungstheorie stützen könnten, sei das Archäologische Landesamt aber nicht fündig geworden. „Deshalb können wir mit der Bebauung nun weiter tätig werden“, freute sich der Bürgermeister. Die Baureife sei ab Mai Juni kommenden Jahres gegeben, und es gebe auch schon erste Interessenten. Zehn Grundstücke um 750 Quadratmeter sind für Einfamilienhäuser vorgesehen.

Die Abgaben bei der Abwasserbeseitigung der Haushalte bleiben unterdessen bei der Schmutzwasserentsorgung gleich hoch, so Kurt Lindemann. „Die bisher veranschlagten 89 Cent pro Kubikmeter Schmutzwasser werden wir trotz der bevorstehenden Sanierung des Kanalnetzes für 40  000 Euro im Jahr 2017 nicht erhöhen müssen“, kündigte er an. In einer ersten Teilsanierung seien die Kanalnetze bereits geprüft und ihre Lage digitalisiert worden. „Wir konnten genau feststellen, wo Sanierungsnotwendigkeiten bestehen und haben Prioritäten gesetzt.“

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erstellt am 28.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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