Neujahrsempfang : Gemeinden würdigen Ehrenamt

Nahmen die Ehrung entgegen: (vorne sitzend) Tatjana Wilczek, Kirsten Fischediek, Wilhelm Gravert, Sabine Koppo-Maaß und Peter Reinhard sowie Anja Krüger (2. v. links, stehend) mit den Bürgermeistern Monika Jung, Ernst Scheel und Clemens Preine wie auch der Kirchengemeinderatsvorsitzenden Angelika Cornehls (Mitte).
1 von 2
Nahmen die Ehrung entgegen: (vorne sitzend) Tatjana Wilczek, Kirsten Fischediek, Wilhelm Gravert, Sabine Koppo-Maaß und Peter Reinhard sowie Anja Krüger (2. v. links, stehend) mit den Bürgermeistern Monika Jung, Ernst Scheel und Clemens Preine wie auch der Kirchengemeinderatsvorsitzenden Angelika Cornehls (Mitte).

Verdiente Bürger aus Brokstedt, Sarlhusen und Hardebek beim Neujahrsempfang der Kirche ausgezeichnet.

shz.de von
08. Januar 2015, 04:45 Uhr

„Ich freue mich ganz besonders, dass es schon Tradition ist, dass einige Bürgermeister verdiente Mitbürger ehren“, freute sich die Kirchenbeiratsvorsitzende Angelika Cornehls auf dem kirchlichen Neujahrsempfang. Drei Bürgermeister der sieben zugehörigen Kirchengemeinden nahmen nach dem Gottesdienst die Ehrung von Ehrenamtlern vor Gästen im Gemeindesaal vor. „Wir können gar nicht mehr ohne Ehrenamtler“, betonte Angelika Cornehls und hob hervor, dass „nicht jeder offiziell geehrt wird, aber in unseren Herzen ehren wir sie alle!“

Für Hardebek hatte Bürgermeisterin Monika Jung gleich drei Frauen an ihrer Seite, die für die Spielgruppe zuständig sind. Zum einen Tatjana Wilczek, die seit 1989 im Bürgerverein aktiv ist und seit 1992 den Vorsitz inne hat. Der Bürgerverein steht für die Spielgruppe, die Monika Heinold 1987 ins Leben gerufen hat. Seit 1993 betreuen Anja Krüger und seit 1998 Kirsten Fischerdiek die Spielgruppe, sie wurden ebenfalls geehrt. Waren es anfangs drei Tage, so ist die Betreuung heute für fünf Tage in der Woche für 16 Kinder aus Hardebek und dem Umland gesichert.

Immer als „ein Mann der Tat“ wurde Wilhelm Gravert von Bürgermeister Ernst Scheel aus Sarlhusen vorgestellt. Bei der großen Schneekatastrophe 1978/79 war es Gravert, der trotz teilweise unpassierbarer Straßen mit seinem großen Trecker einen Fachmann ins Dorf geholt hatte, damit die Sarlhusener wieder fließend Wasser hatten. 16 Jahre war er im Gemeinderat tätig, auch mal als amtierender Bürgermeister. Ebenso ist Gravert bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Jagdgenossenschaft und der Wassergenossenschaft dabei. Sarlhusen lebe heute vom Lohnunternehmen, rund 50 bis 60 Angestellte arbeiten in Sarlhusen. Wilhelm Gravert habe damals mit seinem Unternehmen den Grundstein gelegt. „Mir fallen noch eine ganze Reihe Mitbürger ein, die ich hier mal belobigen möchte“, betonte Bürgermeister Ernst Scheel.

Brokstedts Bürgermeister Clemens Preine zeichnete Sabine Koppo-Maaß aus. Als Mitglied der DLRG sorge sie mit vielen Ideen für die Belebung des Freibades, setze sich stimmgewaltig für die Liedertafel ein, sei für die Sportabzeichenabnahme mitverantwortlich, halte die Volleyballgruppe mit am Leben und zeichne sich verantwortlich für „tolle Jugendausfahrten“, zunächst mit dem TSV und seit einigen Jahren mit dem Verein MiLe (Miteinander Leben). Außerdem sei sie Gründungsmitglied im Förderverein der Kirche und ein wichtiges Mitglied im Festausschuss der Gemeinde, der mit dem Postleitzahlenfest am 24.6.16 schon wieder voll in den Vorbereitungen stecke. „Sie hat unheimlich viel Ausdauer – die Wahl ist folgerichtig“, betonte Gemeindechef Preine.

Und er hatte noch eine Überraschung: Viele Bürger hätten den Kantor Peter Reinhard vorgeschlagen. Zwar ist Reinhard im Nachbarort Fitzbek beheimatet, der nicht zur Kirchengemeinde Brokstedt gehört, aber durch seine unzähligen musikalischen Einsätze und sein unermüdliches Engagement in Brokstedt sei Reinhard nicht mehr wegzudenken. „Du bist hier für uns in unserer Kirchengemeinde unersetzlich“, betonte Preine und überreichte Urkunde und Blumen.

„Das Jahr 2015 wird spannend“, hob die Kirchengemeinderatsvorsitzende anschließend hervor und nannte die noch vakante Stelle des Pastors oder einer Pastorin. Pastor Dr. Hartmut Schmidt geht zum 1. Juni in den Ruhestand, kann aber aufgrund aufgestauter Urlaubstage bereits zum 1. Februar aufhören. Einige Termine, wie die Konfirmation und Trauungen, hat er aber auf Nachfrage bis Ende Mai noch zugesagt. Mitte Januar soll sich entscheiden, ob bereits zum 1. Februar eine Vertretung kommen kann. Außerdem stehe die Renovierung des Pastorats an, alle Anträge seien eingereicht, aber die Genehmigungen ließen auf sich warten.




zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen