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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 00:26 Uhr

Auszeichnungen : Gemeinden würdigen Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ohne sie geht nichts – Brokstedt, Hasenkrug und Sarlhusen sowie die Kirche zeichneten verdiente Bürger aus.

von
erstellt am 07.Jan.2014 | 17:45 Uhr

Auf Menschen das Augenmerk lenken, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen – diese Zeremonie gehört für die Mitgliedsgemeinden der Kirchengemeinde Brokstedt zu einem lieb gewordenen Jahresbeginn. Im vierten Jahr beteiligten sich gestern die Gemeinden Brokstedt, Hasenkrug und Sarlhusen an dieser Feier, in der immer wieder besonders ehrenamtlich engagierte Bürger aus den verschiedenen Gemeinden durch die jeweiligen Bürgermeister geehrt und beschenkt werden.

Die Einleitung der Feier, die im Gemeindesaal bei Häppchen und Getränken stattfand, übernahm Angelika Cornehls als Vorsitzende des Kirchenrates. Sie dankte allen Engagierten, die für die Kirche und ihre Gemeinden ehrenamtlich tätig sind. Auch erwähnte sie besonders die Mitbürger, die ihr Ehrenamt in aller Stille leisten möchten. „Ohne all diese Menschen könnten wir eine lebendige Kirche, eine lebendige Gemeinde nicht aufrecht erhalten,“ betonte sie.

Die erste Auszeichnung nahm Bernd Aszmoneit, Bürgermeister der Segeberger Nachbargemeinde Hasenkrug, vor. „Schnell war klar, wer es sein würde“, erklärte er die Entscheidungsfindung, die auf die 53-jährige Annegret Brandt fiel. Seit über 20 Jahren ist sie ehrenamtlich engagiert. Nach der Organisation der Kindervogelschießen 1990 sind auch die Bewirtung und Ablaufplanung der Senioren-Weihnachtsfeiern und die Seniorennachmittage dazu gekommen. Und immer mache sie alles „ohne Murren“, sagte Bernd Aszmoneit, der auch gern auf die Unterstützung von Annegret Brandt bei Empfängen und Jubiläen zurückgreift. „Ich weiß, auf wen ich mich verlassen kann“. Die Geehrte, die immer auf den Beistand der Familie zählen kann, sagte zu ihrem Engagement: „Es bringt einfach Spaß“.

Ernst Scheel, Bürgermeister von Sarlhusen, zeichnete Christel Reese aus. Nicht nur als Ideengeberin dieser Feier sei es nun an Zeit, die 79-Jährige, die sich seit 65 Jahren ehrenamtlich betätige, zu würdigen. Nach ihrer Arbeit in der Landjugend in Rickling wurde Sarlhusen ihre neue Heimat. „Seit 55 Jahren lebe ich in Sarlhusen und kann mir auch nichts anderes vorstellen.“Dieser Satz war für Bürgermeister Scheel die schönste „Liebeserklärung an seine Gemeinde“. Er betonte, dass der Name Reese für Fisch aus Sarlhusen stehe. Christel Reese war von 1972 bis 1995 Vorsitzende des Landfrauenvereins Sarlhusen und Umgebung, ab 1996 im Kirchenvorstand aktiv und dort auch drei Jahre Vorsitzende. Sie hat die Arbeit der Kindertagesstätte unterstützt, den barrierefreien Zugang zur Kirche mit vorangetrieben und in Sarlhusen das Singen unterm Stern sowie den Bürgertreff ins Leben gerufen. Das Ehrenamt habe ihr „nicht nur Arbeit, sondern auch ehrenamtliche Freude gegeben“, betonte Christel Reese und verwies in dem Zusammenhang auch immer auf die notwendige Unterstützung der Familie und Crewmitglieder für die Umsetzung der Ideen.

„Für 2013 ist es uns eigentlich sehr schwer gefallen, die richtige Person zu finden“, betonte Brokstedts Bürgermeister Clemens Preine. Viele gute Vorschläge seien eingegangen, unter denen er mit Pastor Dr. Hartmut Schmidt eine Entscheidung treffen musste. Rückblickend auf ein ereignisreiches Jahr mit 475-Jahr-Feier, 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr und 30 Jahre Motorsportclub Brokstedt fiel die Wahl auf die 54-jährige Diane Danielsen. „Sie steht immer an der Spitze für Feierlichkeiten, Ausfahrten und Jubiläen und ist eine Eventmanagerin mit Herzblut“. Preine stellte in den Raum, ob das Freibad nicht schon zugeschüttet worden wäre, wenn Diane Danielsen sich nicht so massiv für den Erhalt eingesetzt hätte und das Bad seit vielen Jahren mit Schwimm- und Präventionskursen mit Leben fülle. „Die Frau, die ein Fuhrunternehmen mit führt und auch schon Oma geworden ist, findet immer noch Zeit für ein engagiertes Ehrenamt“, lobte Preine. „Die Freude, die wir geben, kehrt in unser Herz zurück“, betonte Diane Danielsen ihr Engagement und lobte die Mitbürger, die immer dabei seien, wenn zu Umzügen und Feierlichkeiten aufgerufen werde. In dem Zusammenhang verwies sie auch auf einen starken, verlässlichen, zehnköpfigen Festausschuss in der Gemeinde. „Anerkennung ist wichtig“, betonte Clemens Preine und bedankte sich bei Pastor Dr. Hartmut Schmidt, der in seinem vorhergehenden Gottesdienst auch auf das ehrenamtliche Engagement einging und die Ehrenamtler mit ins Gebet aufgenommen hatte.


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