Gemeinde Wrist lehnt Windkraftpläne des Landes ab

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27. März 2017, 16:27 Uhr

Keine Windkrafträder auf Wrister Gebiet. Diesen Beschluss hat die Gemeindevertretung auf Antrag der Wählergemeinschaft (WGW) bei ihrer jüngsten Sitzung noch einmal bekräftigt. Die Ablehnung ist Bestandteil der Stellungnahme, die die Gemeinde für die Teilfortschreibung der Regionalpläne Windkraft abgegeben hat. Grund: Im Süden des Ortes hat die Landesplanung im Entwurf bisher eine Fläche für Windkraft vorgesehen.

„Die Gemeinde Wrist lehnt eine Ausweisung von Vorranggebieten Windenergienutzung auf Gemeindegebiet ab, weil die Landesplanungsbehörde damit privaten Betreibern ohne ausreichende Mitbestimmung und Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger der Gemeinde Wrist eine gewerbliche Anlage gestatten würde.“

Die Wählergemeinschaft beruft sich bei ihrer Ablehnung auf das so genannte Lebensbrückenverbund- und Grünordnungskonzept für Rotwild, das von Windkraftanlagen freizuhalten sei. Die gesamte für Windkraftanlagen vorgesehene Fläche, so heißt es in der Begründung, liege in einem Bereich, der im Rahmen der A-20-Grünbrückenplanung „Hasselbusch“ als Verbundkorridor unter anderen für das Rotwild ermittelt worden sei. „In diesem Bereich würden erhebliche Beeinträchtigungen im Hinblick auf die Ziele der geplanten Grünbrücke entstehen.

Außerdem werde die Grünbrücke zu noch nicht vorhersehbaren Veränderungen des Wildzugs im gesamten Gebiet führen. „Auch diese Unsicherheit der weiteren Entwicklung ist nicht betrachtet worden.“ Daher laufe die übereilte und bereits jetzt geplante Errichtung mehrerer Windkraftanlagen im Plangebiet den Zielen des Naturschutz zuwider.

Und letztlich werde die sich nach Süden entwickelnde Gemeinde Wrist durch ein sehr kleines Vorranggebiet in ihrer Entwicklung „ohne Not“ beschränkt.

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