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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 09:01 Uhr

Neubaugebiet : Gemeinde in Aufbruchstimmung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einstimmig hat die Gemeindevertretung in Breitenburg ein Baugebiet auf den Weg gebracht. Investor des 10-Millionen-Vorhabens auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände ist May & Co. aus Itzehoe.

„Endlich ist es soweit. Heute ist ein großer Meilenstein erreicht.“ Mit diesen Worten kommentierte KWG-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Bahr während der Gemeindevertretersitzung den Vertragsabschluss über den Bebauungsplan Nr. 9 (Nordoer Heide) zwischen der Gemeinde Breitenburg und der Itzehoer Firma May & Co. Wohn- und Gewerbebauten GmbH als Investor.

Geschlossen wurde er im Gebäude der Amtsverwaltung Breitenburg im Beisein des Notars Jörg Rickers von Bürgermeister Ingo Köhne und dem Projektleiter des Investors, Jens-Henrik Gerdes. Damit steht der Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne nichts mehr im Wege. Amtsvorsteher Jörgen Heuberger: „Das ist schon ein historischer Tag für Breitenburg.“

Dass er es werden konnte, dafür hatten sich die Breitenburger Kommunalpolitiker unter Federführung der Bürgermeister Hermann Milde, Elke Ranzau und jetzt Ingo Köhne sowie unter Mitbeteiligung des ehemaligen Bauausschussvorsitzenden Dieter Obermüller im Verbund mit der Amtsverwaltung intensiv eingesetzt. Letztlich bekam die Firma May & Co. den Zuschlag zum Kauf des Geländes nach europaweiter Ausschreibung. Danach ging es in die Feinabstimmungen und herausgekommen ist, so sieht es jedenfalls Amtsvorsteher Heuberger, „das schönste Bebauungsgebiet zwischen Hamburg und der dänischen Grenze“.

Auf dem insgesamt 37,5 Hektar großen Areal sind sechs Hektar Wohngebiet, drei Hektar Mischgebiet und zwölf Hektar für gewerbliche Nutzungen ausgewiesen – der Rest (16,5 ha) ist für Wald und Grünflächen sowie für Versorgungs- und Verkehrsflächen vorgesehen. May & Co. werden rund zehn Millionen Euro investieren. Erstellt werden aus dieser Summe sämtliche Erschließungsanlagen. Dazu gehören neben den Straßen und Wegen auch die Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Straßenbeleuchtung, Feuerlöscheinrichtungen sowie der Bau von drei Versickerungsbecken für Regenwasser und eine Pufferstation für Schmutzwasser vor der Einleitung in das Entsorgungsnetz der Stadtentwässerung Itzehoe.

Nach der Vertragsunterzeichnung zeigte sich Jens-Henrik Gerdes zufrieden: „Wir haben fünf Jahre geplant, und jetzt ist alles gut.“ Das Vorhaben solle zügig umgesetzt werden: „Noch im Februar wollen wir beginnen.“ Das ist dann auch ganz im Sinne des Bürgermeisters. „Bis jetzt konnten wir das nicht, denn wir hatten keine Möglichkeiten für bauliche Entwicklungen. Nun freuen wir uns auf den Zuwachs von neuen Bürgern, Familien und Kindern. Das alles wird unsere Gemeinde beleben, und die ersten Grundstücke hat der Investor auch schon verkauft.“ Geplant sind 120 Wohneinheiten. Dagegen hatte sich im Zuge des Verwaltungsverfahrens die Stadt Itzehoe gewandt, die Bedenken angemeldet hatte.

Dass sich die in der Gemeindevertretung einstimmig von KWV und SPD beschlossene Bebauung auch positiv auf Itzehoe auswirken wird, sah Jörgen Heuberger als gegeben an: Was Breitenburg mit dem Investor ausgehandelt habe, werde nicht nur eine Bereicherung für die Gemeinde sein: „Dadurch wird die Kaufkraft in der Kreisstadt gestärkt, denn einkaufen werden die Leute dort.“

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