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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 07:33 Uhr

Breitband : Gemeinde gibt Zuschuss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erste Informationsveranstaltung zum Ausbau im Kreis Steinburg. Volles Haus im Quanstedter Dörpshus.

Schlechte Verbindung, lange Wartezeit, häufige Trennung vom Netz – das soll beim Surfen im Internet auf dem Lande der Vergangenheit angehören. Nach drei Jahren der Vorarbeit für den Breitbandausbau in Steinburg fand nun in Quarnstedt die erste Informationsveranstaltung statt – als Auftakt einer sechsteiligen Reihe. Im Dörpshus war das Interesse riesig, 120 Besucher waren dabei.

Bürgermeister Kurt Lindemann freute sich, dass „wir in Quarnstedt zu den ersten zehn Pilotgemeinden gehören, in denen noch im ersten Halbjahr 2014 der Ausbau mit dem Glasfaserkabel geplant ist.“ Voraussetzung sei allerdings die Realisierung einer bestimmten Anschlussquote. Das bedeute für Quarnstedt 100 aktive Anschlussverträge und in der Summe aller zehn Pilotgemeinden mindestens 500 Verträge bis zum 22. März. Er war sich sicher: „Eine leistungsfähige Breitbandversorgung kann standortbedingte Nachteile im ländlichen Raum zum Teil ausgleichen.“

Die anbietenden und ausführenden Stadtwerke Neumünster waren mit mehreren Vertretern vor Ort, um über die gemeinsame Initiative zu informieren. Martin Stadi aus dem Produktmanagement erläuterte anhand zahlreicher Schaubilder, Tafeln und Tabellen die Planung und gab in seinem eineinhalbstündigen Vortrag Informationen, wie der Ausbau geschieht und welche Produkte es gibt. Eigentlich ein Strom- und Gasanbieter, sind die Stadtwerke Neumünster seit den 90er Jahren auch in der Glasfasertechnologie am Markt tätig.

In diesem Jahr habe man in Neumünster die europaweite Ausschreibung für den Kreis Steinburg gewonnen. Die Defizite im ländlichen Raum soll das „SWN-Net“ (Stadtwerke Neumünster-Net) im Kreis Steinburg ausgleichen. Durch Synergien mit der Netz Schleswig-Holstein-Netz AG im Kreis Steinburg könnten die Angebote preiswerter gestaltet werden. Als Anreiz stellte er eine kleine „Anbagger-Party“ in Aussicht, wenn 600 Haushalte für Abschlüsse gewonnen werden könnten. Beziehe der Kunde auch noch Gas bei den Stadtwerken, so Thorsten Ernst (Sachbereichsleiter Telekommunikationsbetrieb), dann ist ein Rabatt inklusive. „Wir übernehmen die ersten 20 Meter des Anschlusses bis zu öffentlichem Grund kostenlos, zu einem späteren Zeitpunkt kostetet dies 290 Euro.“

Die fast zwei Stunden lang gebannt zuhörenden Einwohner stellten vor allem technische Nachfragen zu Telefon, Internet und TV. Bürgermeister Kurt Lindemann kündigte schließlich unter Applaus als Anreiz noch an: „Um die benötigten Anschlüsse auch zusammen zu bekommen, hat die Gemeindevertretung beschlossen, die einmaligen Anschlusskosten von 49 Euro bis zum 28. Februar zu übernehmen – aber nur in diesem Zeitraum!“

Der Ausbau werde laut Martin Stadi in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein, „Ende des Halbjahres werden dann erste Leitungen angeschlossen.“

Weitere Infoveranstaltungen folgen, es werden „Infopakete“ zu den Bürgern geschickt mit Flyern und Produktinformationen für die Verträge und Aufträge.
Von dem Gehörten waren die Besucher überwiegend überzeugt. So sagte Rainer Stoffregen aus Quarnstedt: „Der Abend war sehr interessant. Ich werde mich einklinken.“ Mit dem Vermieter in einem Mehrfamilienhaus sei das zwar ein schwieriges Unterfangen, „aber die Chancen stehen trotzdem gut“. Und Sabine Thierfelder erzählte: „Ich habe ständig mit Leitungsabstürzen zu kämpfen. Ich habe zwar allgemein von dem Vorhaben etwas gehört, aber persönlich noch keine Einzelheiten gewusst. Mit den Unterlagen bin ich jetzt besser informiert.“ Der Vorsteher des Zweckverbandes „Breitbandversorgung Steinburg“, Henning Ratjen, rief abschließend dazu auf: „Lassen sie uns mit der Technologie von heute die Technik von morgen gestalten.“






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erstellt am 08.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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