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Feierstunde : Gemeinde ehrt langjährigen Dorfchef

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jürgen Schmid wurde jetzt zum Ehrenbürgermeister ernannt. Der Pulser hat 31 Jahre ehrenamtlich für die Kommune gearbeitet. Zahlreiche Weggefährten kamen, um ihn ehrenvoll zu verabschieden.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 16:04 Uhr

Nach 31 Jahren hatte der ehemalige Pulser Bürgermeister Jürgen Schmid auf eigenen Wunsch seinen Abschied aus der Kommunalpolitik genommen. In einer Feierstunde wurde er jetzt im Beisein seiner Familie, befreundeter Bürgermeister, Vertreter Pulser Vereine und Verbände und zahlreicher Weggefährten zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde Puls ernannt.

Amtsnachfolger Jens Stöver zeigte sich erfreut darüber, dass die Einladung zu dieser Feierstunde so zahlreich angenommen wurde. „Damit drücken alle ihre ganz besondere Wertschätzung für unseren ehemaligen Bürgermeister aus“, wandte sich Stöver an Jürgen Schmid und die Gäste und ließ 31 Jahre mit großer Hingabe geleistetes ehrenamtliches Engagement noch einmal Revue passieren.

Der Redner erinnerte daran, dass Jürgen Schmid im Jahr 1982 erstmals in die Gemeindevertretung gewählt worden war und von 1994 bis 1998 das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters bekleidete. Von 1998 bis in das Jahr 2013 hinein habe er dann als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde gestanden.
„Du blickst damit auf eine außergewöhnlich lange, ehrenamtliche und erfolgreiche Arbeit in der Kommunalpolitik zurück, auf die Du sehr stolz sein kannst“, sagte Stöver und betonte, dass Puls dank der Arbeit des ehemaligen Gemeindeoberhauptes und seiner Gemeindevertretung heute eine attraktive sowie liebens- und lebenswerte Gemeinde ist. „Unsere über 600 Einwohner fühlen sich in unserem Ort sehr wohl.“ Stöver wies hier besonders auf den Karnevalsverein hin, in dem sich Jürgen Schmid als Präsident engagiert sowie auch auf den HSV-Fanclub, mit dem häufig HSV-Spiele besucht werden.
Aber auch die großen kommunalpolitisch wichtigen Vorhaben wie den Bau der zentralen Ortsentwässerung, von dem die Pulser Bevölkerung bereits seit mehr als 25 Jahren profitiert, den Windpark mit neun Windmühlen, die Neugestaltung der Dorfmitte und die Fertigstellung des Radweges zum Pulserdamm erwähnte Stöver. Ebenso wie die tatkräftige Unterstützung von Jürgen Schmid für das dörfliche Mitteilungsblatt ,,Pulsschlag“ von Herausgeber Gerd Menzel.

,,Wenn es nötig war, hast du sogar selbst mit Hand angelegt, wenn es darum ging, Wege zu mähen, Schnee zu schieben oder Gullys zu reinigen“, blickte das neue Gemeindeoberhaupt zurück und betonte, dass Jürgen Schmid immer deutlich gemacht habe, dass er die politische Arbeit und hier besonders die Kommunalpolitik immer als einen wichtigen Teil seines Lebens angesehen habe.

Familie, Beruf, Ehrenamt und Freunde unter einen Hut zu bringen, sei auch in einer kleinen Gemeinde nicht einfach. Ein besonderer Dank des Redners galt deshalb Ehefrau Heinke und den Kindern. Heinke Schmid erhielt als „der ruhender Pol“ in der Familie einen großen Blumenstrauß, bevor Jürgen Schmid die Ehrenurkunde zur Ernennung zum Ehrenbürgermeister überreicht wurde. Außerdem erhielt er von Jens Stöver und seinen beiden Stellvertreterinnen Renate Schmidt und Ursula Herdramm im Namen der Gemeinde einen handgemalten Ehrenteller. Alle Gäste hatten sich erhoben und beglückwünschten den neuen Ehrenbürgermeister mit lang anhaltendem Applaus.

Die Glückwünsche stellvertretend für alle Vereine überbrachten anschließend Christin Rühmann und Rainer Heesch, von der Nachbargemeinde Oldenborstel gratulierte Bürgermeister Jens Löding.

„Ich hatte eigentlich angenommen, man müsse mindestens 20 Jahre lang Bürgermeister gewesen sein, um die Ehrenbürgermeisterwürde zu erhalten“, scherzte anschließend Jürgen Schmid, der sich bei seiner Gemeinde für die schöne Feierstunde anlässlich seiner Ehrung bedankte. Sein besonderer Dank galt Carsten Wulff, „der mir in den 15 Jahren als Stellvertreter zur Seite gestanden hat“. Jürgen Schmid lobte außerdem die gute Zusammenarbeit der beiden Wählergemeinschaften, immer zum Wohle der Gemeinde Puls. „Auch wenn am Ende meiner Amtszeit nicht alle dem von mir vorgegebenen Plan gefolgt sind, stehe ich der neuen Gemeindevertretung wohlgesonnen gegenüber“, nahm Schmid noch einmal ganz kurz Stellung zur letzten Kommunalwahl. „Ich bin überzeugt, dass die neue Mannschaft alles sehr gut regeln wird.“ Seinem Nachfolger Jens Stöver und seinem Team wünschte er alles Gute.

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