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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 10:10 Uhr

Gelungener Benefiz-Marathon

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Moin Refugees“: 550 Konzertbesucher feierten im Elbeforum bis nach Mitternacht für den guten Zweck

Es war ein Musikmarathon der seinesgleichen sucht: Das Benefizkonzert zur Unterstützung von Institutionen, die den Asylbewerbern in Brunsbüttel und Umgebung helfen, war ein voller Erfolg.

Das war nicht zuletzt der Verdienst der Organisationsteams, das sich aus den Machern der Wattolümpiade und anderen Ehrenamtlern zusammensetzte. Das Elbeforum zeigte sich einmal mehr als idealer Veranstaltungsort, die Konzertbesucher pendelten zwischen dem großen Saal und dem Bürgersaal, wo die Bands nacheinander ihre Auftritte hatten. So entstanden keine großen Umbaupausen und das Publikum kam miteinander ins Gespräch.

Unter den Gästen waren die drei Organisationen, denen die Einnahmen zu einhundert Prozent zufließen: Elke Schmidt-Wessel von der Volkshochschule, Alexander Rose von Hoelp sowie Bernd Brandt und Christin Scharges mit ihren Kollegen von Brunsbüttel hilft, die sich um die Patenkarten gekümmert hatten. Außerdem feierten Veranstalter Wilfried Hansen von der Bürgerstiftung Brunsbüttel, Bürgermeister Stefan Mohrdieck, Bürgervorsteherin Karin Süfke und Kreispräsident Hans-Harald Böttger mit zirka 550 Besuchern im Elbeforum. 800 allerdings wären möglich gewesen. Die Veranstalter hätten also einen höheren Zuspruch verdient gehabt. Dem Erfolg tat das aber keinen Abbruch.

Wilfried Hansen hatte lobende Worte für die Organisatoren, die innerhalb kürzester Zeit die Veranstaltung auf die Beine gestellt hatten und wünschte „eine rauschende, fetzige Musiknacht“. „Wir in Dithmarschen machen nicht viele Worte, wir sagen ‚Moin‘, auch zu unseren ausländischen Mitbürgern“, sagte Stefan Mohrdieck. Er dankte den zirka 50 Sponsoren und allen Helfern sowie den Konzertgästen und Bands: „Ohne Sie wäre die Mühe umsonst gewesen.“ „Ein herzliches ‚Moin‘ versteht jeder“, fand auch Hans Harald Böttger und nannte das Konzert einen Akzent gegen Brandanschläge und Messeratacken.

Den musikalischen Reigen eröffnete Abi Wallenstein, der mit Blues und Rocksongs wie Smoke On The Water oder All Night Long einheizte, während der 17-jährige Rapper Beliaz aus Husum sein Publikum mit Friesenrap begeisterte. Mit „Wir sprangen in die Nacht und plötzlich waren wir frei“ brachte Norman Keil die Situation der Asylbewerber auf den Punkt und erntete starken Beifall. Er selber sprang von der Bühne und ließ die Zuhörer „Klassenfahrt“ für ihn singen. Lotto King Karl rockte gelassen mit seinen großen Hits die Schleusenstadt. Jack Broadbent faszinierte mit der ihm eigenen Technik die Slide-Gitarre mit dem Bottleneck zu spielen. Die Hamburger Rockgruppe Lake holte die älteren Gäste von den Sitzen. Die Band stellte ihre aktuelle Platte „Wings of Freedom“ vor und spielte ihre alten Hits. Mit der Gruppe AlmostNew kam gecoverter Rock ’n’ Blues aus Tensbüttel nach Brunsbüttel. Die Alternative Rockband Pay Pandora aus Heide ließ weit nach Mitternacht noch einmal das Elbeforum mit Rockmusik vom Feinsten erbeben.

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