Statt zwei nur eine Band, die aber auf der Bühne für Stimmung sorgte: hier die Musiker Detlev Martens (l.) und Joe Güstel.
Statt zwei nur eine Band, die aber auf der Bühne für Stimmung sorgte: hier die Musiker Detlev Martens (l.) und Joe Güstel.

Benefizkonzert für Mühle Aurora : Gelungene Improvisation

Trotz der Absage einiger Musiker erlebten die Besucher der Wilsteraner Mühle ein begeisterndes Benefizkonzert.

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28. Oktober 2018, 16:21 Uhr

Eigentlich sollte es ein rockiger Abend mit zwei Bands werden, dann fiel aber eine aus, und man musste improvisieren. Das taten neun Musiker kurzfristig so gut, dass große Begeisterung herrschte – bei den Veranstaltern und im Publikum in der Rumflether Mühle. So erlebten sie ein rundum gelungenes Benefizkonzert zugunsten der denkmalgeschützten „Aurora“.

Noch am Nachmittag hatte zunächst das Elmshorner Duo „Trashfarm“ seinen Auftritt wegen einer Verletzung absagen müssen, was die Organisatoren um Schlagzeuger Detlev Martens zur Improvisation zwang. Kurzfristig stellte er deshalb den Ablaufplan um und machte aus der Not eine Tugend. Die Musiker der „Aurora Storehouse Company“ aus Hamburg – eine Formation um die Hamburger Band „Reloaded“, die in dieser Form nur an diesem Abend auftrat – wurden um weitere befreundete Musiker und ihr Programm um einige weitere Songs aufgestockt. So konnten diese in einer Art Dauer-Session den gesamten Abend gestalten. Sie warteten mit einem gemischten Programm aus Funk, Blues, Pop, Rock und Punk auf, wobei sie selbst interpretierte Cover-Songs großer Rocklegenden boten. Da war für jeden Gast etwas dabei – von den Rolling Stones bis zu Amy Winehouse, von den Beatles bis zu Green Day, von The Offspring, bis zu AC/DC und Motörhead. „Dafür haben wir nur drei Mal proben müssen, dann lief das schon gut“, so Detlev Martens.

Großartig kam das Konzert bei den Zuhörern an. So sagte Nicole aus Itzehoe, die mit ihrer Freundin in der ersten Reihe stand: „Es gibt eine tolle Mischung, die Titel sind sehr vielseitig, der Abend rockt und wird immer rockiger.“

Auch Dietmar Schlüter von der Band Millstones (Mühlsteine), die die Veranstaltung vor sieben Jahren aus der Taufe gehoben hatte, war beeindruckt: „Bei gutem Sound entsprechen die Songs dem Zeitgeist und sind modern interpretiert“, meinte er. „Die qualitativ hochwertigen Musiker haben den Abend gerettet.“

Über den großen Applaus der etwa 100 Besucher freuten sich besonders die Veranstalter. Das Benefizkonzert wird seit sieben Jahren vom Förderverein der Mühle veranstaltet. Detlev Martens zog zufrieden Bilanz: „Wir hatten nicht nur ein wohl gesonnenes, sondern auch ein spendenwilliges Publikum.“

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