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Längster Picknicktisch der Welt : Gelingt Glückstadt der Rekord?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am Donnerstag soll die Aufnahme ins Guinness-Buch erfolgen. Noch werden Helfer für Abbau gesucht.

„Wir holen den Weltrekord!“ Fast euphorisch verkündete Sjoerd van der Ham das Ziel einer monatelangen Vorbereitung. Allerdings: So ganz wird es mit der Vorgabe „400 Jahre – 400 Meter“ nicht klappen. Denn nach Stand der Dinge sind zurzeit 140 Tische besetzt. Das reicht für genau 350 Meter. Immerhin wird der bestehende Rekord damit aber um mehr als 27 Meter übertroffen. „Egal. Hauptsache, wir holen den Rekord nach Glückstadt“, sagt van der Ham. Er erwartet, dass am Donnerstag (25.) an der längsten Festtafel der Welt annähernd 1000 Menschen gesellige, lustige, unterhaltsame Stunden verbringen.

„Das war auch eines unserer Ziele“, erklärt dazu Sara Vogel vom Jugendzentrum Glückstadt als eine der Mitinitiatorinnen. „Wir wollten das Wir-Gefühl und die gegenseitige Wertschätzung mit einer Aktion von Bürgern für Bürger stärken.“

Morgen früh ab 7.30 Uhr beginnt die heiße Phase. Dann müssen die einzelnen Segmente zu einer langen Tafel gebaut werden. Entlang des Rethövel wird sich der Tisch bis in Richtung Jugendherberge ziehen. Zahlreiche Helfer stehen bereit. Wertvolle Hilfe leisten die Profis der Tischlereien Roloff, Asmus, Richter und natürlich die Glückstädter Werkstätten um ihren Leiter Olaf Nissen.

Annähernd 3000 Meter Holz und zigtausend Schrauben wurden und werden verbaut. Es darf keine Lücke zwischen den einzelnen Segmenten entstehen. Das gilt auch für die menschliche Besetzung. Jeweils sechs Personen können an einem Tisch Platz nehmen. Ein Picknick steht zwar bereit, aber jeder kann natürlich eigene Verpflegung mitbringen. Ratsam sind auf jeden Fall Getränke, da die Versorgung mittels Getränkewagen nicht gesichert ist.

Ein ganz wichtiger Aspekt: Die Wetterprognose verspricht zwar Bewölkung, es soll aber trocken bleiben. Beste Voraussetzungen. Und damit der Weltrekord-Versuch nicht zu trocken daher kommt, unterhalten die „Molenkieker“ auf der Terrasse des „Brückenhauses“ mit schwungvollen Shanties.

Initiator Sjoerd van der Ham ist voll des Lobes für alle Mitstreiter: „Hohes Lob an die Tischlereien, an die Aufbauer, Ordnungskräfte, Feuerwehr, Tischeindecker. Sogar eine Gruppe Flüchtlinge unterstützt uns.“

Schon am vergangenen Sonnabend kamen viele „Picknicker“ zum Jugendzentrum, um dort ihre Tische farblich kreativ zu gestalten. Gegen die Mittagszeit soll dann das Werk vollbracht sein; die lange Schlange der Tische steht, die Menschen können Platz nehmen und sagen: „Glückstadt hat einen Weltrekord – und wir waren dabei.“

Sjoerd van der Ham schiebt noch eine große Bitte nach: „Wir brauchen auch unbedingt Helfer für den Abbau. Wer uns dabei unterstützen will, soll bitte nicht gleich nach Hause gehen, sondern sich nach dem Picknick bei uns melden.“

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