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Norddeutsche Rundschau

21. November 2017 | 15:00 Uhr

Partnerschaft mit Polen : Gelebte Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Austausch lebt: Die Lägerdorfer Kinder und Jugendliche fahren im Sommer wieder nach Sepopol.

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 12:12 Uhr

Die Partnergemeinde Sepopol ist weit weg – sie liegt 950 Kilometer entfernt an der polnisch-russischen Grenze. Doch die Partnerschaft zwischen Sepopol und Lägerdorf lebt. So gibt es seit zwölf Jahren Begegnungen zwischen Jugendlichen beider Kommunen. In diesem Jahr reisen Lägerdorfer nach Sepopol, um dort vom 3. bis 10. August eine Woche mit gleichaltrigen Polen zu verbringen. Die Vorbereitungen auf deutscher Seite laufen, zuständig dafür ist der Unterausschuss um den Vorsitzenden Bernd Damerow.

„Die 20 Plätze sind immer schnell weg“, freut sich Damerow über das ungebrochene Interesse an der Fahrt. Mitfahren dürfen Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die Kosten für den Bus betragen 130 Euro. Der Preis ist günstig, weil das Austauschprojekt vom deutsch-polnischen Jugendwerk finanziell stark unterstützt wird. Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen von vier Betreuern und zwei Busfahrern. In Sepopol sind die Lägerdorfer in der Grundschule, der inmitten der Gemeinde liegt, untergebracht. Für den Aufenthalt haben die polnischen Organisatoren wieder ein umfangreiches Programm ausgearbeitet, an dem auch 20 Kinder aus Sepopol teilnehmen. Zum Tagesablauf gehören Spiele, gemeinsame Mahlzeiten, Besichtigungen, Ausflüge, eine Disco, Teilnahme am Feuerwehrtag und ein Abschiedsgrillen.

„In den ersten Jahren war alles schwieriger“, sagt Bürgermeister Heiner Sülau, besonders die sprachlichen Barrieren seien groß gewesen. „Doch die Jugendbegegnung hat eine Eigendynamik bekommen, heute fragen die Jugendlichen schon bei der Rückkehr, wann es wieder losgeht.“

In diesem Jahr ist das zehnköpfige Team von Bernd Damerow vor allem mit organisatorischen Aufgaben betraut, im kommen Jahr, wenn die Polen zu Gast sind, müssen die Helfer nicht nur organisieren, sondern selbst mit Hand anlegen. Die Besucher sind dann in vier Klassenräumen der Grundschule untergebracht, sie schlafen in ehemaligen Bundeswehrbetten, die die Gemeinde extra aus diesen Anlässen angeschafft hat.„Wir kümmern uns dann den ganzen Tag um die Jugendliche“, sagt Damerow. Dazu gehört Essen machen, Abwaschen, Einkaufen, Begleiten zu Ausflügen und vieles mehr. Unterstützung gibt es von der örtlichen Feuerwehr. „Mittlerweile ist das Team sehr eingespielt“, sagt Ingolf Streich, Mitglied im Unterausschuss des Jugendaustausches Sepopol. Während sich die Lägerdorfer Kinder zwanglos für den Aufenthalt in Polen anmelden können, läuft es dort anders. Mitfahren nach Lägerdorf darf, wer sich aufgrund seiner Leistungen in der Schule hervorgetan hat.


>Anmeldungen für die Fahrt nach Sepopol nimmt noch Beate Kühl in der Bürgerbegnungsstätte unter 04828/6700.

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