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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 00:49 Uhr

Feier : Geldspritze für Finnentag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenlockstedter Politiker billigen 17 500 Euro für den 100. Jahrestag. 500 Besucher werden erwartet

Die Finnen kamen getarnt als Pfadfinder, um sich im damaligen Lockstedter Lager für den Unabhängigkeitskampf gegen Russland militärisch ausbilden zu lassen. Ende Februar 2015 jährt sich jetzt zum 100. Mal die Ankunft der ersten finnischen Freiwilligen. Dies soll in der Gemeinde groß gefeiert werden - zusammen mit 500 Finnen, die zu dem Festakt am 27. und 28. Februar erwartet werden.

Während eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gemeinde und der Vereine seit Monaten am Programm feilen, hat jetzt die Gemeindevertretung die finanziellen Weichen für die Großveranstaltung gestellt. 17 500 Euro haben die Politiker - mit einer Gegenstimme - für diesen besonderen Finnentag bewilligt. Allein für die Kaffeetafel wurden 4600 Euro veranschlagt, 5000 Euro kostet der Empfang, 600 Euro sind für Ehrengeschenke eingeplant. Allerdings: „Ein Teil des Geldes soll durch Sponsoren gedeckt werden“, betonte Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD) während der Sitzung. Lediglich Birgit Payonk (BfH) stimmte gegen die Ausgabe, sie nannte die Veranstaltung überdimensioniert. Die hohe Summe würde bei den Bürgern auf Unverständnis stoßen. Leidenschaftlich für die Feier und die damit verbundenen Kosten plädierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit. Das Ereignis sei ein markiger Punkt in er der Gesichte der Gemeinde. „Mit diesem Datum ist der Name der Gemeinde in die Welt hinausgetragen worden.“ Vor allem auch die Finnen erwarteten diese Feier, da bei ähnlichen Anlässen die Hohenlockstedter in Finnland ebenso empfangen würden. Darüber hinaus würden zahlreiche hohe Gäste erwartet, dies sei eine Ehre für die Gemeinde. „Und dieser Ehren müssen wir uns stellen.“

Zwei Tage soll das Großereignis gefeiert werden - mit hochrangigen Gästen. Wer genau aus Finnland anreisen wird, ist noch nicht bekannt, die Hohenlockstedter rechnen aber mit höchsten Repräsentanten aus Politik und Militär. Und entsprechend werden auch deutsche Politiker und Soldaten kommen. Am Freitag, 27. Februar, wird vor allem der Verein für Kultur und Geschichte das Programm bestimmen. Vorgesehen sind historische Ortsführungen in deutscher und finnischer Sprache, drei Vorträge zum Thema Finnentag, eine musikalische Andacht und ein „Marsch der Erinnerung“, der an die Ankunft der ersten Finnen erinnern soll. Dieser Marsch führt vom ehemaligen Bahnhof zur ehemaligen Jägerunterkunft (heute Kunsthaus M 1). Abends plant der Verein noch Kurzvorträge im M 1.

Am Sonnabend, 28. Februar, gibt es dann die Kranzniederlegung im Ehrenhain der Gemeinde und ein gemeinsames Kaffeetrinken für alle Gäste. Abends ist der große Empfang vorgesehen, zu dem unter anderen ein finnisches Musikcorps spielen wird.

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erstellt am 25.Okt.2014 | 08:00 Uhr

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