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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 21:18 Uhr

Geldinstitut kehrt Itzehoe den Rücken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 20.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Erst gingen vor einem Jahr die Berater. Jetzt ist auch der Automat weg. Die Sparda-Bank zieht sich komplett aus der Kreisstadt zurück.

Mit dem Auslaufen des Mietvertrags werde der Selbstbedienungsstandort geschlossen, teilte die Bank ihren Kunden mit. Deren Anzahl sei dreistellig, sagt Banksprecher Dieter Miloschik. Doch sie hätten im Durchschnitt nur einmal im Monat den Automaten genutzt. Online-Bankgeschäfte würden immer mehr eingesetzt, vor diesem Hintergrund sei der Itzehoer Standort „wirtschaftlich nicht haltbar“.

Da widerspricht Kunde Guido Schümann vehement: „Was die Bank behauptet, stimmt nicht.“ Der Automat sei stark frequentiert, wie er aus vielen Gesprächen wisse, sagt der Itzehoer. Dass die Kunden auf Niederlassungen in Neumünster und Elmshorn verwiesen würden, sei eine Zumutung. Mit Bargeld könnten sie sich aber weiter gebührenfrei versorgen bei den Cashpool-Partnern Targobank und Santander Bank, betont Miloschik. Zudem gebe es die Möglichkeit, bei ausgewählten Supermärkten und Discountern bis zu 200 Euro ausgezahlt zu bekommen – bei einem Einkaufswert ab 20 Euro.

„Wo bleibt da der Persönlichkeits- und Datenschutz?“, fragt Schümann. Er findet das Verhalten der Bank gar nicht „freundlich und fair“ – so der Firmenslogan – und fordert Abhilfe, zumal das Unternehmen „ein von der genossenschaftlich-partnerschaftlichen Idee getragenes Geldinstitut für die Region“ sein wolle. Gerade als Genossenschaftsbank müsse die Sparda-Bank aber wirtschaftlich arbeiten, sagt Miloschik. „Das lässt sich hoch und runter in Itzehoe nicht mehr rechnen.“

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