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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 15:46 Uhr

Denkmalschutz : Geld vom Bund

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Alte Apotheke in Krempe soll mit einem Zuschuss von 240000 Euro grundlegend saniert werden.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2014 | 15:22 Uhr

Geldsegen vom Bund für ein Kulturdenkmal in Krempe: „Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages meinem Vorschlag zur Förderung der Sanierungsmaßnahme Alte Apotheke im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms zugestimmt hat. Dadurch wird sich der Bund an der Sanierung dieses Denkmals mit Mitteln in Höhe von bis zu 240 000 Euro beteiligen“, so der Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich (CDU). Aus dem Topf werden in Deutschland dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an wertvollen kleineren Denkmale gefördert. Von den deutschlandweit 156 geförderten Projekten befinden sich lediglich fünf in Schleswig-Holstein. Die durchschnittliche Fördersumme liegt bei 128 000 Euro pro Projekt.

„Von den fünf im 2014er Programm berücksichtigten schleswig-holsteinischen Projekten ist die Alte Apotheke in Krempe dasjenige mit der bei weitem höchsten Fördersumme“, erläutert Helfrich. Die Bundesmittel seien nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Denkmalschutz, sondern kämen vor allem auch kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben zugute.

„Für mich bedeuten Denkmalschutz und Denkmalpflege daher vor allem, Bewahrung unserer Heimat und unseres kulturellen Erbes“, erklärt Helfrich. Die Alte Apotheke wird als Denkmal von besonderer Bedeutung im Denkmalbuch des Landes geführt. Das Haupthaus wird als eines der wichtigsten historischen Bürgerhäuser in Schleswig- Holstein angesehen. Bereits im 15. Jahrhundert wurde das Gebäude erbaut. Haupthaus und Remise der Alten Apotheke wurden schon 1971 unter Denkmalschutz gestellt. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1987 wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, bevor es 1992 in den Besitz der Familie Rohde-Hehr überging.

„Ohne den fachlichen und immensen finanziellen Einsatz der jetzigen Eigentümer, die als Restauratoren bereits unglaublich viel für den Erhalt des historischen Denkmals geleistet haben, wäre das Gebäudeensemble für die Nachwelt mit Sicherheit schon verloren gegangen. Jetzt kann die Alte Apotheke in Krempe nachhaltig saniert werden, damit sie der Stadt Krempe und nachfolgenden Generationen dauerhaft erhalten bleibt“, erklärt Helfrich. Den ersten Schwerpunkt bildet eine umfassende Grundsanierung unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher und denkmalpflegerischer Belange, um eine umfassende Konservierung und Restaurierung der denkmalwerten Substanz zu ermöglichen.

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