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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 08:43 Uhr

Gerätehaus : Geld steht bereit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kellinghusener Politiker bewilligen notwendige Restsumme für Umbauarbeiten. Neue Drehleiter muss auch kommen

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 12:00 Uhr

„Die Feuerwache ist derzeit ein Trümmerfeld“, zeichnete Wehrführer Hans-Hermann Kautz ein plastisches Bild von der aktuelle Situation. Aber es wird besser: Wenn die Baumaßnahmen beendet sind, wird die Wehr eine zeitgemäße Unterkunft ihr eigen nennen.

Das Verwaltungsgebäude bietet nach der energetischen Sanierung bereits einen frischen Anblick. In der Fahrzeughalle und den Nebenräumen sieht es dafür um so schlimmer aus. Eine dicke Staubschicht bedeckt Wagen und Gerätschaften. Tagelang ratterten Bohrer, um den alten Fußboden zu entfernen. Drei Durchbrüche wurden als Zugang zum neuen Anbau geschaffen. Auch die Ausstattung mit moderner Elektrik und Beleuchtung, Waschanlage und -halle, Atemschutzwerkstatt, Umkleide, Alarmtüren und Spinden werden den 60 ehrenamtlich tätigen Kameraden die Arbeit erleichtern und darüber hinaus dem Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr eine Zukunftsperspektive bieten. Laut Planer sei der Kostenrahmen in Höhe von rund 500 000 Euro für die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahme am Gebäude in der Schulstraße mit 10 000 Euro nur geringfügig „in den Miesen“, erklärte Bürgermeister Axel Pietsch (BFK).

Worüber die Feuerwehrleute aber nur den Kopf schütteln können: Erneut haben sie Pech mit der Bereitstellung von Mitteln. Schlicht vergessen wurde, zusätzlich rund 118 000 Euro für die benötigte Ausstattung in den Haushalt einzustellen. Korrigiert wurde das Versäumnis jetzt den zuständigen Ausschüssen und der Ratsversammlung. Beschlossen wurde, die fehlende Summe außerplanmäßig bereitzustellen und durch die Haushaltsstelle „Straßendeckensanierung Luisenberger Straße“ zu decken.

Kontrovers diskutiert worden war im Finanzgremium die Summe in Höhe von 33 500 Euro für Anschaffung von 85 Feuerwehrspinden. Angesichts des wiederholten Rückgriffs auf die Haushaltsstelle „Luisenberger Straße“ regte Simon Schlüter (CDU) an, die Anschaffung auf den nächsten Haushalt zu verschieben. Vorsitzender Malte Wicke (BFK) machte auf die festgestellte Unabweisbarkeit der Maßnahme aufmerksam. Auch er sei kein Freund unnötiger Ausgaben, in diesem Fall hätten aber auch der Arbeitskreis (AK) Feuerwehr sowie der Bauausschuss zugestimmt.

Erörtert wurde zudem die Anschaffung einer Industriewaschmaschine/Trockner sowie eines Reinigungsautomaten für Masken in Höhe von 36 000 Euro. Der Bürgermeister hielt dagegen: Die Investition werde sich innerhalb kürzester Zeit rechnen. Auf Anregung von Horst Nitz (Keli) soll bei der nächsten gemeinsamen Übung besprochen werden, ob die Wehren aus dem Amtsgemeinden an einer kostenpflichtigen Mitnutzung interessiert sind. Zu klären wäre allerdings die Haftungs-/Versicherungsfrage.

Ein weiterer große Ausgabebrocken steht der Stadt mit der Anschaffung einer neuen Drehleiter ins Haus – rund 600 000 Euro sind dafür im Investitionsplan 2015 vorgesehen. Die enorme Summe bleibt aber nicht an der Kommune allein hängen. Für Fehlbedarfsgemeinden steuere das Land bis zu 90 Prozent der Kosten bei, erklärte Pietsch. Nach 30 Jahren hat das alte Gerät ausgedient, im Einsatz ist aktuell eine Leihleiter. In den sauren Apfel beißen muss die Stadt hinsichtlich der Leasingkosten: Sie sind nicht förderfähig und werden sich auf rund 20 000 Euro summieren.

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