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Metropolregion : Geld für die Entwicklung des Unterelberaums

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dithmarschen übernimmt Federführung für ein mit 560000 Euro gefördertes Regionalmanagement. Projektbüro für Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg ist in Brunsbüttel angesiedelt.

Rückenwind für die Region Unterelbe: Die Metropolregion Hamburg unterstützt mit 560 000 Euro die Weiterentwicklung des Wirtschaftsraums. Dafür setzt sich das neue Leitprojekt „Länderübergreifendes Regionalmanagement für den Wirtschaftsraum Unterelbe“ ein. In Brunsbüttel, Hamburg und Stade entstehen Projektbüros. Die Leitung liegt bei der egeb:Wirtschaftsförderung in der Schleusenstadt. Bereits seit Dienstag ist dafür Regionalmanager Volker Jahnke zuständig.

„Meine Idealvorstellung ist, dass nicht nur Potenziale aufgezeigt und Partner zusammengeführt werden, sondern daraus auch konkrete Projekte entstehen, Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden“, betont Landrat Dr. Jörn Klimant, der in Kiel den Förderbescheid von Staatssekretär Stefan Studt entgegennahm.

Insgesamt 800 000 Euro kostet die länderübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit bis Ende 2015. Davon trägt der Förderfonds der Metropolregion 560 000 Euro. Die restlichen 240 000 Euro finanzieren die Industrie- und Handelskammern und die Kreise. Dithmarschen muss dafür 68 000 Euro aufbringen.

„Die länderübergreifende Zusammenarbeit im Wirtschaftsraum Unterelbe zeigt, dass ein Fluss nicht nur trennen, sondern als Lebensader die Akteure verbinden und die wirtschaftliche Entwicklung der Metropolregion Hamburg insgesamt stärken kann“, sagte Stefan Studt, Chef der Staatskanzlei.

Auf den ersten Blick beinhaltet das neue Leitprojekt der Metropolregion nichts Neues. Kooperationen und Netzwerke gibt es schon lange. Die Wirtschaftsförderer arbeiten bereits mit den Nachbarkreisen auch über Ländergrenzen hinweg eng zusammen. Doch die, so macht Klimant deutlich, könnten sich aufgrund der Vielfalt der Aufgaben, nicht von morgens bis abends mit dem Thema beschäftigten.

Besondere Potenziale erhoffen sich die Beteiligten in einer verstärkten Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Chemie und produzierendes Gewerbe. Insbesondere bei der energieintensiven, chemischen und Papierindustrie ist die Verbindung von Energieerzeugung, -bereitstellung und -nutzung eng verflochten. Daraus ergeben sich nach Ansicht der Projektteilnehmer eine Reihe von Standortvorteilen und mögliche Synergien, die bisher bei weitem nicht genutzt werden. Durch die zunehmende, regenerative Energieerzeugung entstehen zudem hohe Energieüberschüsse – neben der Relevanz des Themas für die erneuerbaren Energien und den Klimaschutz bietet sich dort auch die Chance, die Unterelberegion als Entwicklungsregion für neue Elektrolysetechnologien, Speichersysteme und Transportwege im internationalen Wettbewerb zu etablieren und so ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln.


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erstellt am 06.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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