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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 07:45 Uhr

Geld freigegeben für Fachraum-Anbau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ratsversammlung hebt mehrheitlich Sperrvermerk auf

Die Planungen für einen Anbau am Brunsbütteler Gymnasium, in dem der neue naturwissenschaftliche Trakt untergebracht werden soll, können fortgesetzt werden. Nach lebhafter und kontroverser Diskussion sprach sich die Ratsversammlung Donnerstagabend mit 14 Ja- gegen vier Nein-Stimmen aus den Reihen der Grünen und der SPD, für die Aufhebung eines Sperrvermerks im Haushalt und somit für die Freigabe der für den Anbau notwendigen Gelder aus.

Vor der Abstimmung hatte sich CDU-Fraktionschef Peter Hollmann versichert, dass sich die Freigabe der finanziellen Mittel ausschließlich auf den Bau des naturwissenschaftlichen Traktes und die mit dem Anbau zusammenhängenden Fassadenarbeiten beziehe würde. Einer Sanierung der maroden Fassaden am Brunsbütteler Gymnasium wolle und könne die CDU-Fraktion derzeit nicht zustimmen, da kein konkretes Finanzierungskonzept vorliege.

Durch einen eventuellen Neubau der Gemeinschaftsschule würden weitere Kosten in Millionenhöhe den Stadthaushalt belasten, somit müsse zunächst das angestrebte Bürgerbegehren abgewartet werden, das den Brunsbüttelern die Entscheidung einräumen soll, ob eine neue Gemeinschaftsschule gebaut werden soll oder die Stadt Geld für die Sanierung der 100 Jahre alten Boje-Schule aufwenden soll.

Als ein „falsches Zeichen für die Regionalschule“, bezeichnete der Grüne Christian Barz (Foto) die Aufhebung des Sperrvermerks. Die Entscheidung könnte den Eindruck einer Bevorzugung des Gymnasiums erwecken. „Die künftige Gemeinschaftsschule braucht Klassenräume, die nicht nur Container sind“, unterstrich Barz die prekäre Unterrichtssituation an der derzeitigen Regionalschule. Er und Daniela Meyer lehnten dies ab.

Bettina Jebens (FDP) bedauerte, dass es zu den „unglückseligen Diskussionen“ um den Schulneubau gekommen sei, bei denen Schüler, Eltern und Schulen in gewisser Weise gegeneinander aufgebracht werden. In einer Stadt mit rund 12 000 Einwohnern sei dies nicht gerade vorteilhaft. Jedoch seien Diskussionen notwendig angesichts geplanter Ausgaben bei gleichzeitig leeren Kassen. Dem Bau eines naturwissenschaftlichen Traktes stimmte die FDP zu, jedoch schloss sie sich der Meinung der CDU-Fraktion an, dass eine Sanierung der Fassaden derzeit nicht möglich sei.

Die SPD vertrete weiterhin die Auffassung, dass sowohl der Schulneubau als auch die geplanten Maßnahmen am Gymnasium notwendig und realisierbar seien, betonte Ratsfrau Sabine Mewes. Aus diesem Grund, aber vor allem weil es um die Beschulbarkeit der Kinder geht, stellte sich die Mehrheit der Sozialdemokraten hinter den Entschluss den Sperrvermerk aufzuheben.

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