Geld aus dem Drucker

shz.de von
07. März 2017, 17:42 Uhr

 Als Landbewohner ist man gerne bereit, Kompromisse einzugehen. Gewisse Grundbedürfnisse allerdings müssen befriedigt werden. So geben sich manche Gemeinden erhebliche Mühe, wenigstens eine Einkaufsmöglichkeit in ihrem Ort zu halten. Nun kündigt die Sparkasse den Rückzug aus der Fläche an. Auch in Wewelsfleth wird es bald kein Geldinstitut mehr geben. Dabei gab es hier einst sogar vier verschiedene Zweigstellen, wie sich ein wenig begeisterter Bürgermeister Delf Bolten erinnert. Nun werden sich irgendwann auch ältere Menschen mit Online-Banking anfreunden müssen – notgedrungen. Spannend bleibt die Frage, wie man zu Bargeld kommt. Für 50 Euro mit dem Bus mal eben nach Wilster fahren, klingt wenig verlockend. Vielleicht statten die Sparkassen ihre Kunden eines Tages ja auch mit Gelddruckern aus. Wenn man das denn fälschungssicher hinbekommt.

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