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Vorlesewettbewerb : Gekonnter Umgang mit Plattdeutsch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ob über Fußball oder Schnupfen, Hauptsache auf Platt: Die Wilhelm-Käber-Schule ermittelt Sieger des Lesewettbewerbs. Anna Marie und Mika sind eine Runde weiter. Mit Hochdeutsch siegte Lena

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 16:00 Uhr

„Kommodig“ ist Plattdeutsch und bedeutet „gemütlich“. Mit diesem Wort charakterisierte der Leiter der Wilhelm-Käber-Schule, Heiko Gauert, die Stimmung beim diesjährigen plattdeutschen Vorlesewettbewerb. Als Moderator begrüßte er wie alle zwei Jahre wieder zahlreiche Eltern, Lehrer und Fans der teilnehmenden Schüler. Aus allen Jahrgangsstufen waren sie dabei, um in zwei Altersgruppen gegeneinander anzulesen. Dabei fiel die Entscheidung nicht leicht, so eng lagen die Leistungen beieinander. Wie immer wurden die Texte bewertet nach der Lesefertigkeit, der Aussprache der plattdeutschen Sprache und dem Ausdruck. Zuständig dafür war eine kompetente Jury aus den Elternvertreterinnen Sonja Weingang und Inke Ruchay sowie den Lehrern Dörthe Wegner, Mareike Fock und Annegret Augustin.

Gelesen wurden Erzählungen verschiedenster Autoren aus einem Textheft, das in diesem Jahr vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gänzlich neu gestaltet worden war. Da ging es dann zum Beispiel um einen Schnupfen, den niemand haben will, einen Tisch, der eine verkorkste Familienfeier kommentiert, Fußball als liebstes Hobby, einen „Sorgensammler“ oder Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern. Mit der Geschichte „De pädagoogsche Opgaav“ von Bolko Bullerdiek wurde Anna Marie Bauer aus der Klasse 8 c Siegerin bei den Größeren und Mika Dieckmann aus der 6 b mit „Weddersehn mit Markus“ von Annetta Schulz Sieger in der Gruppe der Jüngeren. Beide stellten gekonnt ihre Beherrschung der Sprache unter Beweis und werden die Wilhelm-Käber-Schule zu Beginn des kommenden Jahres bei den Regionalentscheidungen vertreten.

Den festlichen und gemütlichen Rahmen für die Veranstaltung hatte die Lehrerin Gabi Küffner mit Schülerinnen und Schülern aus ihrer 6. Klasse gestaltet. Eine Woche zuvor hatten sie bereits den hochdeutschen Lesewettbewerb der Sechstklässler gestaltet, bei dem sich Lena Jensen aus der 6 a als Siegerin behauptet hatte. Sie hatte nicht nur einen geübten Text aus dem Comic-Roman „Echt krank“ lesen müssen, sondern auch einen ungeübten aus einem Jugendroman, den ihre Lehrerin für sie ausgesucht hatte. Beide Aufgaben hatte Lena sicher gemeistert und wird die WKS nun ebenfalls auf der nächsthöheren Wettbewerbsebene vertreten.


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